Zwischen diesen verschiedenen Namensarten können Sie wählen
Als kleine Hilfe, um einen Namen zu finden, der nicht nur passt, sondern sowohl werbewirksam als auch URL-tauglich ist, finden Sie hier die verschiedenen Möglichkeiten der Namensgebung:
Der eigene Name als Firmenname: Das gehört mit zu den besten Varianten, die man sich denken kann. Die Modewelt ist voll von Designernamen. Bogner, Joop, Tommy Hilfiger, Lacoste. Aber auch viele Traditionsunternehmen hören einfach auf den Namen des Gründers (oder Lizenzgebers) – Märklin, Würth, Beate Uhse, Otto-Versand.
Doch Vorsicht: Diese Variante ist nur gut, wenn der Name leicht auszusprechen ist und alle anderen oben genannten Kriterien erfüllt. Dann schafft die Nennung des Inhabers im Firmennamen Nähe und Vertrauen.
Sprechende Namen: Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Produkt beschreiben. Das Unternehmen oder die Produkte werden durch ihre äußere Benennung ihrem inneren Wesen nach charakterisiert. Zum Beispiel Pelikan, Uhu, Puma oder Frosch heißen bekannte Firmenmarken. Sprechende Namen kann man natürlich in jeder Sprache wählen, wie die Beispiele Apple oder Yello zeigen.
Vorteil: Sprechende Namen sind einfach zu merken. Handelt es sich um Tiernamen, wirkt dies zudem sehr sympathisch. Nachteil: Da viele Begriffe bereits vergeben sind, ist die Schutzfähigkeit oft nicht gegeben.
Fremdsprachliche Namen: Fremdsprachliche Namen sind mit Vorsicht zu genießen. Denn zum einen ist die Aussprache oftmals nicht für jeden ganz einfach und die Bedeutung ist auch nicht immer klar. Deshalb leidet die Merkfähigkeit darunter. Auch ein Problem: Wie wird der Name geschrieben?
Zusammengesetzte Namen: Diese Methode eignet sich dafür, zu neuen Namen zu kommen. Man nehme dazu zwei Wörter, die beispielsweise das Produkt beschreiben. Bei einem Staubsauger, der schnell und fix sauber macht, zum Beispiel Sta-Fix. Aber auch ganze Wörter können zusammengesetzt werden wie bei Wash & Go. Für wen das Produkt gemacht ist, kann auch im Namen vorkommen wie bei der Kinderschokolade.
Akronyme: Das sind Namen, die aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildet werden. WMF oder AEG, IBM oder BMW sind dafür Beispiele. Der Nachteil ist, dass einige nur schwer zu merken sind und die Bedeutung dahinter leicht in Vergessenheit gerät und somit nutzlos ist. Zumal sind als URL bereits alle Akronyme mit drei Buchstaben vergeben – und bei mehr Buchstaben wird es langsam schwer, sich diese zu merken. ADAC und CVJM sind da vielleicht noch Ausnahmen.
Kunstnamen: Das gute an frei erfundenen Kunstnamen ist, dass sie sehr gut schutzfähig sind. Allerdings kann es Jahre dauern, bis ein solcher Name bei den Kunden hängen bleibt. Auch hier besteht die Gefahr, dass er schwer auszusprechen ist.
Buchstabenoperationen: Einzelne Buchstaben in Wörtern werden ersetzt oder einfach weggelassen. So wurde aus Flicker Flickr und aus Trend trnd. Die Methode kann zu aufmerksamkeitsstarken Namen führen. Aufgrund der Ähnlichkeit mit vorhandenen Begriffen können positive Assoziationen erzeugt werden.
Wenn Sie sich nicht gerade als kreativ einschätzen und Probleme bei der Namensfindung haben, gibt es Abhilfe durch spezielle Agenturen, die sich darauf spezialisiert haben, Produktnamen zu erfinden.
Markenrechte dürfen nicht verletzt werden
Fast genauso wichtig bei der Wahl des Namens ist die rechtliche Seite. Gregor Krey, Geschäftsführer der tulex GmbH, nennt auf foerderland.de die Schritte, die man bei der Namensfindung beachten sollte:
Tritt man mit einem Namen im Geschäftsalltag auf, so sind vor allem Wettbewerber daran interessiert, dass es zu keiner Verwechslung mit den eigenen Produkten oder Dienstleistungen kommen kann. Das Markenrecht schützt daher auch ähnliche Namen. In der Gründungsphase empfiehlt Gregor Krey daher folgendes Vorgehen:
Identitätsrecherchen durchführen: Bereits in der Namensfindung und auch bei einer Domainregistrierung sollte überprüft werden, ob identische Marken existieren. Dies liefert erste Hinweise zur Risikosituation. Recherchen können bei den jeweiligen Markenämtern durchgeführt werden. Leider gibt es keine zentrale Stelle, sondern drei Organisationen, bei denen für Deutschland relevante Marken eingetragen sein könnten (DPMA, HABM und WIPO).
Ähnlichkeitsrecherchen durchführen: Ist man sich eines Namens sicher, sollte eine Ähnlichkeitsrecherche durchgeführt werden. Das Markenrecht unterscheidet dabei vier Arten der Ähnlichkeit:
- Schriftbildähnlichkeit (Korma – Koma)
- Klangähnlichkeit (Klicks – Clix)
- Ähnlichkeit in der Bedeutung (Steinway – Stoneweg) und
- Gleichheit von Namensbestandteilen (Tulex – Tulexis)
Oft ist es notwendig, die Ergebnisse durch einen Anwalt auf potenzielle Risiken hin überprüfen zu lassen.
Markenanmeldung prüfen: Die Eintragung einer Marke hat sich in den letzten Jahren als die beste Form der Namenssicherung abgezeichnet. Gerade in der Gründungssituation kann mit einer Marke eine starke Rechtsposition für eine sichere Namensnutzung geschaffen werden. Bestehen bereits identische oder sehr ähnliche Marken, sollte ein Markenanwalt mit der Anmeldung beauftragt werden, da dieser über das Know-how verfüget, Waren- und Dienstleistungsverzeichnisse entsprechend zu anderen Marken anzugrenzen.
Wenn Sie diese Tipps beachten, finden Sie bestimmt den richtigen Namen, um Ihr Unternehmen und die Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich zu verkaufen und können Kunden gewinnen, denen Sie aufgrund des Namens positiv in Erinnerung geblieben sind.
Quellen:
Werbewirksame Namen leicht gemacht
http://www.marketing-und-trend.de/werbewirksame-verkaufsstarke-produktnamen.php
- Teil 1: Namensgebung: Den besten Namen für das Unternehmen und die Produkte finden
- Teil 2: Auswahlkriterien für die Bestimmung des perfekten Werbenamens
- Teil 3: Die vielen Möglichkeiten der Namensgebung
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