Mit diesem Kauf macht man keinen Fehler
In der Kundenkommunikation entwickeln Sie Eigenschaften wie „gesund“, „technologisch führend“ oder auch „zuverlässig“. Überlegen Sie dabei, auf welche dieser Eigenschaften Ihre Kunden besonders Wert legen und worin Sie sich gegenüber Ihren Wettbewerbern besonders unterscheiden. Meist werden Sie dabei nicht auf einzelne Eigenschaften stoßen, sondern auf ein ganzes Eigenschaftenbündel. Verknüpfen Sie in diesem Fall die Teilzielgruppen mit den für diese Menschen relevanten Eigenschaften und kommunizieren Sie gezielt Slogans wie „Sicher ist sicher“ (Senioren) oder „Vorsprung durch Technik“ (Innovation).
Hier arbeitet sich`s gut
Immer wichtiger wird angesichts der demografischen Kurve die Arbeitgebermarke. Wichtigstes Kommunikationsmittel gegenüber potenziellen Interessenten für Ihre Ausbildungs- und Arbeitsplätze sind Ihre jetzigen Mitarbeiter: „Hier zu arbeiten ist super“ sollen sie kommunizieren. Mit diesem Ansatz können Sie sogar Unternehmen, die deutlich besser bezahlen, übertrumpfen. Denn wenn Sie mit Fortbildungsmaßnahmen, betrieblichem Kindergarten, freien Tagen an den Geburtstagen und einem positiven Arbeitsklima glänzen können, ist das für viele Fachkräfte wichtiger als die Gehaltsabrechnung.
Tipp
Laden Sie stets auch die Lebensgefährten zu einem Betriebsrundgang ein und sprechen Sie über die sozialen Markeneigenschaften Ihres Unternehmens. Denn die Partner sehen diese Vorteile, wenn es um die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Eltern geht, oft stärker als die Fachkräfte selbst.
Alles läuft prima, liebe Bank
Auch an Ihre Bank sendet die Marke wichtige Hinweise: „Unsere Firma ist im Markt gut aufgestellt, solide geführt und hat keine nennenswerten Probleme.“ Dies zu kommunizieren, haben Sie zum größten Teil selbst in die Hand. Denn die relevanten Informationen stellen Sie über Monatsberichte und Bilanzen selbst zusammen. Wenn Sie Zahlen melden müssen, die Ihre Finanzmarke beschädigen können, erläutern Sie gezielt und offensiv die Zusammenhänge und wie Sie das Problem lösen möchten.
Werden Sie ebenfalls aktiv, wenn es zu negativen Berichten in der Öffentlichkeit kommt, denn auch Banker lesen Zeitung, schauen Fernsehen und informieren sich im Internet. Lassen Sie sich in diesem Fall einen Termin geben und erklären Sie die Hintergründe, vor allem, wenn Sie unfreiwillig Krisensignale (Rückrufaktionen, Freistellungen von Mitarbeitern) ausgesendet haben.
Wir sind stabil, lieber Lieferant
So manches Unternehmen gerät auch bei kleinen Problemen in große Schwierigkeiten, weil die Lieferanten um ihre Forderungen fürchten und aus Sicherheitsgründen nur noch gegen Vorkasse liefern möchten. Legen Sie sich hier die Markeneigenschaften „Guter Zahler“ und „Solvent“ zu, in dem Sie Ihre Zahlungsmoral nicht verschlechtern und jeden Anschein (zum Beispiel durch verzögerte Zahlungen, stornierte Bestellungen und ähnliches) vermeiden, dass Ihr Unternehmen in schwierigem Fahrwasser steckt. Bei entsprechenden Presseberichten kontaktieren Sie – genau wie bei den Banken – die wichtigsten Lieferanten und erläutern Sie die Situation.
Fünf Tipps für Ihre Markenführung
- Prüfen Sie regelmäßig, wie Ihre Mitarbeiter in sozialen Netzwerken wie XING und Facebook auftreten. Machen Sie bei geeignetem Anlass (zum Beispiel bei einer Betriebsversammlung) klar, dass die Mitarbeiter, die ihren Arbeitgeber nennen, auch für die Marke des Unternehmens Verantwortung tragen.
- Marken wirken nicht, wenn Sie nicht wiederholt werden. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie auf allen Kommunikationskanälen gegenüber der jeweiligen Zielgruppe mit den gleichen Markeneigenschaften auftreten.
- Stellen Sie sicher, dass sich Eigenschaftenbündel nicht widersprechen. Wer gleichzeitig „sicher“ und „zuverlässig“ auf der einen und auf der anderen Seite „innovativ“ und „Abenteuer“ kommuniziert, wirkt nicht glaubwürdig und verwirrt die Menschen.
- Die Eigenschaften einer Marke werden nicht nur in Worten, sondern auch in Designs, in Farben und auch durch die Kommunikationsmittel, mit denen sie transportiert werden, an die Zielgruppen weiter gegeben. Achten Sie darauf, dass alles im Sinne der gewünschten Eigenschaft harmoniert.
- Häufiger Wechsel von Eigenschaften tut nicht gut. Planen Sie Markenveränderungen deshalb selten und führen Sie sie langsam durch. Gute Gründe dafür können gegeben sein, wenn sich das Geschäftsmodell eines Unternehmens sehr verändert hat oder Produkte und Leistungen neuen Zielgruppen geöffnet werden sollen.