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Ranking verbessern Auf die Top 10 mit Suchmaschinenoptimierung

Von Mathias Leven, Paul Mertes & Mathias Leven GbR
08.07.2009 – Um schnell und bequem gefunden zu werden, ist es wichtig, sich einen guten Platz im Ranking von Google & Co. zu erobern. Damit ein Unternehmen sein Angebot optimal präsentieren kann, sollte es sich unter den ersten 10 Suchergebnissen befinden. Das Instrument dazu heißt Suchmaschinenoptimierung. Zu kompliziert? Keine Angst: Schon mit wenigen Tricks können Unternehmen ihren Rang bei den Suchmaschinen deutlich verbessern.

Jeder der seine Produkte oder sein Unternehmen schon einmal „gegoogelt“ hat, wie es auf Neudeutsch heißt, weiß, wie wichtig es ist, bei den Suchmaschinen ganz weit vorne zu liegen. Wenn man mit dem Angebot seines Unternehmens erst auf der zweiten oder dritten Seite einer Suchanfrage auftaucht, ist schon so einiges falsch gelaufen. Fast niemand, der etwas sucht, wird soweit hinten gucken.

Es ist also wichtig, bei einer Suchanfrage unter die ersten 10 Ergebnisse zu kommen. Aber wie geht das? Das Mittel der Wahl zur Verbesserung des Gefundenwerdens heißt Suchmaschinenoptimierung, auf Englisch Search Engine Optimization oder einfach kurz SEO genannt. Dieser Begriff bezeichnet alle Maßnahmen, die dazu geeignet sind, den eigenen Webauftritt bei den Suchmaschinen nach vorne zu bringen.

Wichtig ist vor allem die Kontinuität der durchgeführten Maßnahmen: Nur wer sich dauerhaft mit dem Thema auseinandersetzt und seine Bemühungen immer auf demselben Level durchführt, hat nachhaltigen Erfolg. Aus dem Ärmel geschüttelte Schnellschüsse und hektischer Aktionismus bringen gerade bei der Suchmaschinenoptimierung keinen Erfolg.

SEO: Das Wichtigste ist geheim und ändert sich fortwährend

Eines muss vorweg gesagt werden: Die Arbeitsweisen der Suchmaschinen sind geheim! Die Teams von Google & Co. lassen sich nicht in die Karten schauen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kriterien, nach denen die Suchmaschinen ihre Arbeit erledigen, permanent verändert werden. Aktionen, die noch gestern das eigene Ranking verbessert haben, können heute schon wirkungslos und morgen sogar kontraproduktiv sein. Das bedeutet, dass man die Veränderungen bei den Suchmaschinen immer ganz genau verfolgen sollte. Denn es gibt kein dauerhaftes Patentrezept für den Erfolg bei der Suchmaschinenoptimierung.

On-Page- und Off-Page-Optimierung

Bei der Suchmaschinenoptimierung wird zwischen On-Page-Suchmaschinenoptimierung und Off-Page-Suchmaschinenoptimierung unterschieden. On-Page-Optimierung heißt, dass eine Website als solche verbessert wird. Dazu gehören

  • die Verbesserung der Struktur der Website,
  • die Identifizierung geeigneter Schlüsselbegriffe, der sogenannten Keywords und
  • die Erstellung von relevanten Inhalten.

Zur Off-Page-Optimierung gehört die Konstruktion und Verbreitung von Links, welche von fremden Websites auf die eigene Website führen.

Redaktionelle Suchmaschinenoptimierung: Content is King

Wer seinen Webauftritt richtig optimieren möchte, sollte sich vor allem eines vor Augen führen: „Content is King“! Je mehr Inhalte ein Internetauftritt hat, desto besser für das Gefundenwerden. Wer eine gute Platzierung anstrebt, sollte redaktionelle Suchmaschinenoptimierung betreiben. Das heißt, dass möglichst viel Text auf der eigenen Website veröffentlicht wird.

Texte auf der eigenen Website sollten aber noch viel mehr sein, als nur einfach lang. Sie sollten spannend geschrieben und fachlich gut sein. Es lohnt sich, wirklich gute Fachartikel und Berichte ins Netz zu stellen. Ein solches Vorgehen vergrößert den Traffic und vor allem die Chance, auf anderen Webseiten positiv erwähnt zu werden. Dies wiederum erhöht die Chance, dass sogenannte Backlinks auf die eigene Website verweisen. Wie wichtig Backlinks sind, wird weiter unten noch erläutert.

Artikel und Produktbeschreibungen zu erstellen ist aufwendig und mühsam. Es kostet Zeit, Geld und personelle Ressourcen. Aber die Suchmaschinen werden diesen Aufwand belohnen.

Double Content: Der Ranking-Killer

Aber Vorsicht, es muss unbedingt vermieden werden, ein und denselben Text an unterschiedlichen Stellen im Internet zu platzieren. Dieses Vorgehen wird von den Suchmaschinen gnadenlos bestraft: Mit der Erzeugung von „Double Content“ verschwindet man aus Google, so schnell man gekommen ist. Auch wenn es mühselig ist: Texte zu ein und demselben Thema müssen immer variiert werden. Niemals darf man völlig identische Texte in das Netz stellen. Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass ungefähr ein Drittel eines alten Textes wieder in einem neuen Text verwendet werden kann. Wer mehr kopiert, gefährdet seine Position im Ranking der Suchmaschinen.

Heimtückisch ist, dass Double Content auch unabsichtlich entstehen kann: So werden Inhalte bisweilen unabsichtlich innerhalb der eigenen Website vervielfältigt. Das Mittel der Wahl gegen unabsichtliche Vervielfältigungen ist die Absicherung der eigenen Seiten durch die Datei robots.txt. Mit dieser Datei werden Seiten, die doppelte Inhalte aufweisen, gegen die Indizierung durch Suchmaschinen abgesichert. Auch die Absicherung von Websites durch die Tags noindex oder nofollow ist möglich. Fies: Ein Wettbewerber kopiert die Inhalte eines Internetauftrittes und publiziert sie an anderer Stelle, um das Konkurrenzunternehmen aus dem Internet zu drängen. Daher lohnt es sich immer, die Augen offen zu halten.

Backlinks

Backlinks, also Links, die von anderen Websites auf die eigene Seite verweisen, erhöhen das Ranking der eigenen Seite. Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Backlinks auf den eigenen Internetauftritt verweisen.

Wer auf Backlinks setzt, sollte auch Deeplinks einsetzten. Dabei handelt es sich um Links von externen Seiten, die auf eigene Unterseiten verweisen. Grundsätzlich gilt: Je älter eine Domäne ist, und je höher die Platzierungen für die Haupt-Keywords, desto seriöser ist sie für Google. Das heißt, dass Backlinks, die von einer solchen Domäne auf die eigene Seite verweisen, einen höheren Stellenwert für Google einnehmen und das eigene Ranking effektiv verbessern.

Daher sollte man sich rechtzeitig darum bemühen Backlinks auf älteren, gut positionierten Seiten zu platzieren. Ein Mittel an die begehrten Backlinks zu gelangen und so sein Ranking zu verbessern ist der Linktausch mit themenverwandten Websites. Das heißt, dass Links mit den Betreibern anderer Websites ausgetauscht werden. Die eigenen Links stehen auf den Seiten des Tauschpartners und die Links zu den Seiten des Partners werden auf der eigenen Seite integriert. Dabei ist zu beachten, dass die Qualität der Partnerseiten stimmen sollte, inhaltlich schlechte Seiten oder Seiten, die kein gutes Ranking bei Google besitzen, ziehen die eigene Seite nicht nur inhaltlich runter, sondern tatsächlich auch im Ranking nach unten.

Um an Backlinks ohne Gegenlink zu kommen, sollte man Beiträge in Foren und Blogs schreiben und von diesen aus auf die eigene Seite verweisen. Aber Vorsicht, wer hier übertreibt, wird von den Suchmaschinen als „Spammer“ identifiziert und im Ranking wieder degradiert. Als Faustregel kann man sagen, dass ungefähr drei Backlinks am Tag völlig ausreichen, das Ranking über einen längeren Zeitraum erheblich zu verbessern. Wichtig beim Setzen von Backlinks ist vor allem die Kontinuität der verschiedenen Maßnahmen.

Interne Verlinkung zieht einen Internetauftritt nach vorne

Wie gut eine Website bei Suchmaschinen gelistet wird, hängt auch davon ab, wie intensiv sie intern verlinkt ist. Das heißt, je mehr Links von den Haupt- und Unterseiten einer Website auf andere Seiten des eigenen Internetauftritts verweisen, desto besser die Chancen, dass alle Seiten in den Index von Suchmaschinen aufgenommen werden. Wer ganz sicher sein möchte, dass die Suchmaschinen alle Seiten erfassen, legt eine „sitemap.xml“-Datei an und meldet diese bei den Suchmaschinen an. Davon abgesehen stellt eine reibungslose Navigation durch eine gute interne Verlinkung natürlich für jeden Besucher einer Website einen nicht zu unterschätzenden Mehrwert dar.

Externe Verlinkung von der eigenen Seite auf externe Angebote

Wer externe Links auf der eigenen Seite einbaut, sollte unbedingt darauf achten, dass die verlinkten Seiten inhaltlich verwandt sind. Und aufgepasst: Die Qualität der anderen Seiten sollte gewährleistet sein, sonst wird das eigene Angebot wieder beim Ranking abgewertet.

Gute Keywords – der Schlüssel zum Erfolg

Das Auffinden geeigneter Keywords, also von Schlüsselwörtern, die mit den eigenen Produkten oder Dienstleistungen in Verbindung stehen, ist von eminenter Bedeutung für die Lenkung von relevanten Besucherströmen.

Keywords sind Phrasen, die Suchende in das Eingabefeld von Suchmaschinen tippen. Sie sind die Schlüssel, die jeder Webseitenbetreiber benötigt, um seine Inhalte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Passende Keywords sind das A und O der Suchmaschinenoptimierung. Gleich nach der strategischen Verlinkung einer Webseite als wichtigster Optimierungstechnik, kommt der richtige Einsatz von Keywords. Wer in den Suchmaschinen gefunden werden möchte, kommt nicht darum herum, geeignete Keywords für sein Produkt oder seine Dienstleistung zu finden und diese dann sowohl auf seinen Webseiten als auch in Linktexten der Backlinks einzubinden. Keywords sollten im eigenen Webseiten-Titel, den sogenannten Meta-Informationen und im Inhalt der jeweiligen Seite untergebracht werden. Doch das ist noch nicht alles. Für eine erfolgreiche Optimierung einer Internetpräsenz spielen die Dichte, die Formatierung des Textes (Fettdruck, Listen, Überschriften) und die Positionierung der Such-Phrasen eine entscheidende Rolle.

Über Keywords suchen Kunden und Kaufinteressenten nach interessanten Angeboten. Wer hier Fehler macht, wird erst gar nicht oder nur sehr schlecht gefunden und kann dementsprechend sein Angebot nur schlecht vermarkten.

Herauszufinden, wonach im Internet über Suchmaschinen gesucht wird, ist eine der wesentlichen Aufgaben bei der Suchmaschinenoptimierung. Die große Kunst ist es, dabei die Suchanfragen gezielt zu bedienen. Wer zum Beispiel ein Hotel in Bonn betreibt, sollte berücksichtigen, dass Reisende höchstwahrscheinlich bereits im Vorfeld geklärt haben, wo es hingehen soll. Die Optimierung auf das Keyword „Hotel“ wäre nicht nur mit enormem Aufwand verbunden, das Keyword würde auch nur bedingt passende Besucher auf die Webseite führen. Ganz anders wäre es bei den Suchphrasen „Hotel Bonn“, „Hotel in Bonn“ oder „Bonn Hotel“.

Es gibt unterschiedliche Wege herauszufinden, welches die richtigen Keywords sind. Einer davon ist die Nutzung von Keyword-Datenbanken. Hier gibt man sein Produkt oder seine Dienstleistung ein und erhält Textvorschläge. Auf jeden Fall sollte man seine Kunden, Kooperationspartner oder Kollegen nach Keywords fragen, ihnen fallen oft die besten ein.

Wer clever ist, versucht sich auch am Wettbewerb. Die Homepages von Konkurrenten geben oft gute Hinweise auf nützliche Keywords. Und: Man sollte mehrere Keywords finden und dann miteinander verbinden, denn Kombinationen von Keywords sind effektiver. Jede Website beziehungsweise Unterseite sollte auf eine bis maximal vier Keyword-Kombinationen hin optimiert werden. Mehr Suchphrasen auf einer Seite sind unwirksam. Auch sehr wichtig: Die Keywords sollten unterschiedlich geschrieben werden: In der Einzahl, in der Mehrzahl und auch die sinnverwandten Begriffe sollten nicht vergessen werden.

Fazit: SEO unverzichtbar

Suchmaschinenoptimierung ist für moderne Unternehmen ein absolutes „Muss“. Sie kann mit geringem Aufwand betrieben werden. Wer die Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung dosiert und kontinuierlich einsetzt, wird bald die Früchte seiner Arbeit ernten können.

Unternehmen, die Probleme damit haben, an ausreichend Content für den eigenen Internetauftritt zu gelangen, können auf bereits bestehende PR- oder Werbetexte zurückgreifen und diese auf die wichtigen Keywords hin optimieren.

In diesem Artikel wurden nur einige wenige Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung vorgestellt: Es gibt noch unzählige andere Tipps und Tricks für die SEO. Wer seine Chancen im Internet deutlich verbessern möchte, sollte daher nicht zögern und sich rasch informieren. Denn bei intelligentem Einsatz der SEO-Instrumentarien können aus Google-Suchern schnell gute Kunden werden.

[Bild: Google]


Über den Autor

Mathias Leven
Mathias Leven

Mathias Leven ist Unternehmer, Anwendungsentwickler und zertifizierter Google AdWords Professional. Er studierte an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und absolvierte zuvor eine Ausbildung zum Fachinformatiker.

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