Die adressierte Direktwerbung ist teuer. Das fängt bei den richtigen Adressen an, geht beim Porto weiter und hört der Response-Auswertung auf. Es gibt allerdings gute Gründe, die Werbung per Briefpost weiter zu betreiben und keine Kosten und Mühen zu scheuen:
- Die richtigen Empfänger werden gut erreicht.
- Papier ist ein hochwertiges Trägermedium.
- Trotz hoher Kosten steht der Nutzen in einem positiven Verhältnis dazu.
- Die Wirksamkeit der Direktmarketing-Kampagnen kann gut gemessen und abgebildet werden.
A.T. Kearney hat in der Studie "Einfluss der wirtschaftlichen Entwicklung auf den adressierten Briefmarkt“ im April 2009 diese Form des Direktmarketings analysiert. Die Studie untersuchte sowohl den Bereich der adressierten Direktwerbung als auch die Transaktionskommunikation. Das Ergebnis: Es werden deutlich weniger Werbebriefe versendet. Trotz dieser rückläufigen Tendenzen gehen die befragten Unternehmen in der Studie davon aus, dass die adressierte Direktwerbung der wichtigste Direktmarketing-Kanal bleibt. Die Unternehmen versenden weniger Werbung per Post aufgrund des allgemeinen Kostendrucks und der Budgetkürzungen wegen der wirtschaftlichen Flaute. Aber auch andere Gründe sind ausschlaggebend:
- veränderte Datenschutzgesetze,
- zunehmende Werbeverweigerung der Konsumenten sowie
- zunehmende Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit.
Bei der Transaktionskommunikation sagen die Unternehmen hingegen eine stagnierende Briefmenge voraus. Die elektronische Rechnung per E-Mail ist zwar kostengünstiger, sie stößt derzeit beim Empfänger aber noch auf wenig Akzeptanz. Und die rechtlichen Vorschriften (Stichwort: Signatur) verhindern bis jetzt auch größtenteils die Umstellung auf die elektronische Kommunikation.
