Damit Unternehmen von reinen Tranksaktions- auf Transpromo-Dokumente erfolgreich umstellen können, müssen bestimmte Anforderungen erfüllt sein. Wenn sie Transpromo effektiv einsetzen, führen die Zeit- und Geldinvestitionen schließlich zu Verkaufssteigerungen, die das gesamte Geschäftsergebnis verbessern.
Die einfachste Art einer Transpromo-Applikation besteht darin, einem regulären Transaktionsdokument diverse Marketingbotschaften beizulegen beziehungsweise diese direkt auf das Dokument zu drucken. Das bedeutet zum Beispiel, dass auf einem Girokontoauszug für niedrige Hypothekenzinsen geworben wird beziehungsweise darauf aufmerksam gemacht wird. Denn „Werbung“ ist bei Transpromo nicht erforderlich. Vielmehr wird der Kunde auf einen Zusatznutzen oder ein attraktives Angebot aufmerksam gemacht. Er muss nicht erst durch aufsehenerregende Werbeelemente eingefangen werden, da seine Aufmerksamkeit ja schon beim Transaktionsdokument ist. Die einfache Methode hat allerdings den Nachteil, dass sie sehr undifferenziert ist. Alle werden angesprochen, selbst wenn sie ihre Immobilie vielleicht erst vor zwei Wochen neu finanziert haben. Diese Methode ist zwar einfach umzusetzen, sie ist aber wenig effektiv, da sie nicht auf die spezifischen Interessen des Empfängers zugeschnitten ist.
Eine etwas schwieriger umzusetzende Transpromo-Maßnahme ist, wenn Daten aus verschiedenen Informationsquellen eines Unternehmens zusammengeführt werden. Das macht die Aktion zielgerichteter und effektiver. Es bedeutet, dass die Kundendaten aus dem CRM-System und den Marketing- und Vertriebsquellen sowie Verkaufsdaten und die Muttersprache berücksichtigt werden. Es gibt spezielle Programme für ein solches Transpromo-Konzept.
Um das Ergebnis zu kontrollieren, sollte das Unternehmen darauf achten, in einer Datenbank zu speichern, ob ein Kunde reagiert hat oder nicht. So lässt sich nicht nur die Effektivität der Transpromo-Kampagne messen, sondern es ermöglicht auch, die Resonanz (oder deren Ausbleiben) auf Mitteilungen als Auslöser für nachfolgende Aktionen zu nutzen. So kann beispielsweise abgefragt werden, ob beim Kunden Interesse an weiteren Angeboten besteht. Wenn ja, kann ein weiteres Mailing folgen.
Anhand von praxisbezogenen Beispielen sehen Sie hier, wie die Umsetzung erfolgreich gelingt:
Ein Handwerker verschickt eine Rechnung für einen Heizungskessel. Auf die Rechnung setzt er das Angebot für eine Wartung des Kessels. Davor prüft er, ob er Kunde schon einen Wartungsvertrag hat. Wenn ja ist das Angebot unnötig und er kann besser energiesparende Heizungsventile anbieten. Also Zusatz bietet er einen Sonderpreis bis zu einem bestimmten Zeitpunkt an, oder er verschenkt einen Gutschein in Höhe von X Euro. Damit lässt sich auch ganz gut die Rücklaufquote errechnen und ob die Werbemaßnahme erfolgt zeigt.
Ein Sportverein verschickt die Jahresrechnung. Als Beilage verschickt er einen Flyer von einem Sportausstatter oder eines Sportbekleidungsgeschäfts. Diese Werbung bietet einen Nutzen für die Mitglieder und der Verein verdient daran.
Ein Berater verschickt eine Honorarnote. Dazu legt er einen Infobrief, in dem die Umsetzung neuer Vorschriften und Regelungen angesprochen wird. Er bietet dazu ein unverbindliches Beratungsgespräch an.
Checkliste für Transpromo
- Gibt es freien Platz auf der Rechnung oder anderen Transaktionsdokumenten oder ist eine Beilage mit Werbung sinnvoller?
- Kann die Beilage in den Brief gelegt werden, ohne dass das Gewicht die Grenze für das höhere Porto übersteigt?
- Muss das Brief-Format extra dafür geändert werden?
- Welche Kundendaten kann ich nutzen? Was weiß ich über die Kunden?
- Wie kann ich die individuellen Aspekte in ein maßgeschneidertes Angebot einbinden?
- Wie löse ich die technische Umsetzung?
- Welches Response-Element eignet sich am besten? Zum Beispiel Gutscheine, Gewinne, Sonderpreis, Rabatt.
- Welches komplementäre Angebot ist geeignet, für Cross-Selling oder Up-Selling?
Quellen und weiterführende Links
- Transpromo – ein hidden champion im CRM?
- Der Brief verliert an Gewicht – A.T. Kearney-Studie untersucht Entwicklung des Briefmarktes
- Transpromo – mehr als nur ein Modewort
[po; Bild: James Steidl - Fotolia.com]
Das gesamte Dossier zum Herunterladen und Ausdrucken
- Teil 1: Transpromo: Die Kombination von Rechnung und Werbung
- Teil 2: Werbung und Transaktionskommunikation verbinden
- Teil 3: Die Umsetzung von Transpromo
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