Seite 2 von 4

Internet - das klassische Medium für Viralmarketing-Kampagnen

Im Internet gibt es diverse Möglichkeiten, virales Marketing zu initiieren. Unter anderem:

  • Videos,
  • Blogs,
  • Podcasts,
  • Online-Spiele und
  • Social Networks.

Um Online-Videos zu verbreiten, bietet sich das Internet-Videoportal YouTube an, auf dem die Benutzer kostenlos Video-Clips hochladen und ansehen können. Über Websites, Mobilgeräte, Blogs und E-Mails können die Videos dann weitergegeben werden.

Für die Werbetreibenden sind die Vorteile, dass die Produktionskosten für einen kurzen Videoclip meist um einiges geringer sind als die hohen Mediakosten für Veröffentlichungen im Fernsehen, Radio oder in Printmedien. Im günstigsten Fall haben die YouTube-Videos dabei eine mindestens genau so gute, wenn nicht sogar bessere Verbreitung zu bieten. Läuft die virale Werbekampagne ausgesprochen gut, kann der Video-Clip oder beispielsweise ein Online-Spiel es sogar in die klassischen Medien schaffen. Und das ganz ohne dafür zu zahlen. TV, Radio und Print berichten freiwillig darüber.

Das funktioniert allerdings nur, wenn das angebotene Video aufgrund seiner Qualität imstande ist, positive Mundpropaganda auszulösen. Darin liegt die immer größer werdende Herausforderung, denn bei täglich hundert Tausenden neu veröffentlichten Videos wird es immer schwieriger, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Neue Verbreitungsform über das Handy

Und auch das Handy wird als neues virales Medium erkannt. Einer Studie der Fachhochschule St. Pölten zufolge können sich Handy-Botschaften wie ein Virus verbreiten, wenn diese nur die richtige Form haben – nämlich unterhaltsam sind und Anreize in Form einer Gegenleistung bieten. Mobiltelefon-Botschaften bieten Unternehmen daher ein großes Potenzial.

Während virales Marketing im Internet erfolgreich umgesetzt wird, ist das im Mobilfunkbereich weitgehend unbekanntes Terrain und kaum erforscht. Das Potenzial zeigt sich in der hohen Anzahl der Menschen, die dafür offen sind, Botschaften von Unternehmen über ihr Mobiltelefon zu erhalten und vor allem auch weiterzuleiten. Über 53 Prozent sind bereit, SMS oder MMS auf ihrem Handy zu erhalten, würden dazu also ihre Erlaubnis geben. Mit 65 Prozent würde die klare Mehrheit dieser Personen die Nachricht auch weiterleiten und zwar an drei bis fünf Freunde oder Bekannte. Sendet man also eine Werbebotschaft in Form einer SMS an 500 Personen, die dazu ihr Einverständnis gegeben haben, erzielt man im Idealfall bereits nach der fünften Weiterleitungsstufe zwischen 35.000 und 350.000 Personen – angesichts des minimalen Aufwandes ein riesiger Effekt.

Unternehmen sollten so schnell wie möglich auf den Zug des viralen Mobilmarketings aufspringen. Denn gerade jetzt ist diese Kommunikationsmaßnahme noch neu, innovativ und unverbraucht und erzielt damit eine besonders hohe Aufmerksamkeit. Aber Vorsicht: Wer potenziellen Kunden und Empfehlern kein attraktives Angebot macht, rutscht schnell in die Rubrik: nervig!

(keine Bewertung)  Artikel bewerten