360-Grad-Feedback Lernen setzt Feedback voraus

Teil 2: Die Perspektiven beim 360-Grad-Feedback

Mitarbeiterperspektive: Die Leistungs- und Beurteilungskriterien werden für alle Betroffenen transparent. Damit können sie wesentlich gezielter an ihren Kompetenzen und Entwicklungsperspektiven arbeiten. Sie erkennen klarer, worauf es in der Organisation ankommt, um erfolgreich zu sein. Gleichzeitig tritt die subjektive Meinung eines einzelnen Vorgesetzten in den Hintergrund. Außerdem wir die Potenzialeinschätzung im Rahmen der Führungskräfteentwicklung erleichtert.

Perspektive der Teammitglieder: Offene oder verdeckte Konflikte können einfacher an die Oberfläche kommen und bearbeitet werden, weil die Feedback-Geber sich eher trauen, ihre Meinung offen zu sagen. Außerdem verdeutlicht ein 360-Grad-Feedback auch die (oft unausgesprochene) Struktur der Werte und Normen in einem Team und fördert damit den Zusammenhalt.

Perspektive der Vorgesetzten: Die Vorgesetzten wissen, dass ihre Einschätzung mit anderen Personengruppen verglichen wird. Das hält sie dazu an, ihre Meinung gründlicher zu durchdenken. Wenn der Feedback-Geber bereit ist, die Einschätzung der Anderen seinem direkten Vorgesetzten mitzuteilen, bekommt dieser ein objektiveres Bild. Ein solcher Austausch fördert außerdem die Vertrauensbasis, ohne die ein produktives Zusammenarbeiten kaum möglich ist.

Perspektive des Top-Managements: Für das Top-Management ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse eines 360-Grad-Feedbacks besonders wertvoll im Hinblick auf gezielte zukünftige Maßnahmen der Personal- und Führungskräfteentwicklung. Außerdem bekommt man relativ objektive Informationen über die tatsächlich gelebte Unternehmens- und Führungskultur.

Perspektive der Organisation: Das Unternehmen als Ganzes oder einzelne organisatorische Einheiten bekommen durch ein 360-Grad-Feedback eine wesentlich bessere Basis für die Durchführung von Maßnahmen zur Organisationsentwicklung, da damit die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken besser aufgedeckt werden. Diese Informationen sind außerdem wesentlich zuverlässiger als die Einschätzung einzelner oder besonders wortgewaltiger bzw. einflussreicher Personen. Damit wird auch die Führungskräfteentwicklung auf eine objektivere Basis gestellt.

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.360-grad-feedback.net/

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Über den Autor

Prof. Dr. Waldemar Pelz
Prof. Dr. Waldemar Pelz

Dr. Waldemar Pelz ist Professor für Unternehmensführung und Betriebswirtschaftslehre an der FH Giessen. Der renommierte Führungskräfteentwickler leitet zudem das Institut für Management-Innovation als Steinbeis Transferzentrum.

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Institut für Management-Innovation
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65812 Bad Soden am Taunus
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