Mangelhafte Kommunikation hat gravierende Folgen für die Organisation und ihre Mitglieder auf allen Ebenen. Es entstehen daraus vor allem Informationslücken, Missverständnisse, Gerüchte, Fehlleistungen, Konflikte und Missstimmungen.
Die folgenden ebenso einfachen wie wirkungsvollen Regeln helfen, Missverständnisse und Störungen in der täglichen Kommunikation mit Mitarbeitern (und Kollegen) zu vermeiden:
- Kein „man“, kein „es“, kein „wir“: Mitarbeiter sollten namentlich und direkt angesprochen werden.
- Kein „müsste“, kein „sollte“, kein „könnte“: Anweisungen werden nicht im Konjunktiv gegeben, das macht ihre Umsetzung vage.
- Kein „vielleicht“, kein „eventuell“, kein „eigentlich“: Anweisungen müssen auf konkrete Wirkungen abzielen und mobilisieren.
- Jeder Mensch hat – von seinem Standpunkt aus – Recht: Statt andere missionieren zu wollen und auf dem eigenen Standpunkt zu beharren, müssen Führungskräfte andere Standpunkte klären und verstehen.
- Absolute Loyalität erkennen lassen: Vorgesetzte müssen immer und unbedingt hinter ihren Aussagen und Handlungen stehen.
- Konkrete Fragen stellen: Auf unklare Fragen gibt es auch unklare Antworten.
- Nie mehrere Fragen auf einmal stellen: Sie verwirren nur und kosten Zeit.
- Keine Fragen mit „Wieso?“, „Weshalb?“, „Warum?“ beginnen: Führungskräfte sollten Aussagen machen statt Rechtfertigungen fordern. Ausnahme: das Mitarbeitergespräch, in dem auch Hintergründe aufgehellt werden sollen.
- Nicht die eigenen Fragen selbst beantworten: Der Standpunkt des anderen wird sonst nicht bekannt.
- „Ja, aber …“-Antworten vermeiden: Aussagen der anderen besser ergänzen statt verneinen oder einschränken.
- Aktiv zuhören: Erst in Ruhe zuhören, dann nachdenken, dann antworten.
- Termine konkret vereinbaren: Missverständnissen durch klare Prioritäten vorbeugen.
Wer nicht kommunizieren kann, kann auch nicht führen. Der Kommunikationsstil des obersten Chefs färbt mehr auf die Kommunikationskultur eines gesamten Unternehmens ab, als er sich vielleicht bewusst sein mag. Er prägt als „Vorbild“ den Kommunikationsstil der Mitarbeiter. Ein Chef, der seine Mitarbeitergespräche unkonzentriert, unkoordiniert oder einfach gar nicht führt, muss sich nicht wundern, wenn sich dieser Kommunikationsschlendrian nach unten fortsetzt. Dann wird aus einem Kommunikationsdefizit sehr schnell ein Wertschätzungsdefizit. Folge: Produktivitätsverlust, fehlende Innovationskraft und das Nachsehen im Kampf um die besten Köpfe.
- Teil 1: Führungskompetenz: Wer das Sagen hat, sollte reden können
- Teil 2: Führungskräfte machen sich unverständlich
- Teil 3: Zwölf Regeln für unmissverständliche Kommunikation
- Teil 4: Interview mit Daniel F. Pinow von der Akademie für Führungskräfte, Überlingen und Bad Harzburg
- Aufgabendelegierung
- Beziehungsmanagement
- Change Management
- Coaching
- Führungsethik
- Führungspsychologie
- Führungsstil
- Gesprächsführung
- Konfliktmanagement
- Leistungsbeurteilung
- Mitarbeiterorientierung
- Mitarbeiterzufriedenheit
- Motivation
- Personalbewertung
- Persönlichkeitsentwicklung
- Rückmeldung
- Teamarbeit
- Vertrauen
- Zielplanung
- Zusammenarbeit