Gute Laune fördern Stimmungen und Gefühle der Mitarbeiter richtig managen

Teil 3: Die Unternehmenskultur schafft den Rahmen

Es geht also für Führungskräfte nicht darum, immer nur Spaß zu verbreiten und alles schön zu reden. Viel wichtiger ist, die Situation zu erfassen und darauf authentisch und glaubwürdig zu reagieren. Dazu gehört auch das offene und manchmal kritische Wort. Wichtig ist: eine heitere, positive und transparente Grundstimmung im Unternehmen.

Diese Grundstimmung kann sich nur dort entfalten, wo es die Unternehmenskultur zulässt. Menschen müssen unter anderem ihren Kollegen und ihren Vorgesetzten vertrauen können, sie müssen sich auf diese verlassen können und sich respektiert und anerkannt fühlen. Insofern haben es die Führungskräfte in ihrer Hand, dass eine gute Stimmung im Team herrscht. Sie müssen selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

Hinweis

Mehr zum Thema Unternehmenskultur und zu den drei Ebenen der Artefakte, der Werte und der Grundüberzeugen finden Sie in dieser Lösungshilfe:

Organisationskultur: Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren für ein positives Betriebsklima

Am einfachsten ist, die Mitarbeiter immer wieder auf die positiven und heiteren Aspekte im Leben und bei der Arbeit hinzuweisen. In Besprechungen sollten sie Jammern, unbegründetes Schlechtreden und ständige Nörgeleien nicht hinnehmen. Es darf auch mal herumgealbert werden; meistens wissen die Mitarbeiter sehr genau, wo die Grenzen sind und wann wieder professionelles Handeln gefordert ist.

Zu einer solchen offenen und heiteren Unternehmenskultur gehört es auch, die Bedenkenträger zu hören und den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihren Ärger abzulassen. Manche Unternehmen haben dafür ein spezielles Meeting „Was mich stört“ eingerichtet. Dort werden alle diese Punkte auf den Tisch gebracht und dann bearbeitet. Manches erledigt sich allein durch das darüber Reden; anderes macht sichtbar, wie die Zusammenarbeit im Team verbessert werden kann.

Oft sind es nämlich bestimmte Rahmenbedingungen oder Regeln, die bei den Mitarbeitern Missstimmung verursachen. Und die lassen sich leicht abstellen und ändern. Kaffee machen, schmutziges Geschirr wegräumen, besseres Kantinenessen, mehr frische Luft – wer auf solche Bereiche achtet und sie im Sinne der Mitarbeiter verbessert, trägt schon erheblich zur Hebung der Laune bei.

Letztlich sind aber alle Mitarbeiter gefordert. Nur gemeinsam lässt sich eine positive und heitere Unternehmenskultur fördern. Es ist eine Frage des Wollens, nicht des Könnens. Und deshalb kann und muss jeder bei sich selbst anfangen. Gute-Laune-Experten raten:

  • viel bewegen, Sport treiben, in der Natur und an der frischen Luft sein;
  • gut und ausreichend schlafen;
  • ausreichend trinken;
  • negative Gefühle bewusst beiseite schieben und ihnen keinen Raum im Kopf gewähren (zum Beispiel auch durch symbolische Handlungen oder durch schöne Dinge, die man sich dann gönnt);
  • hilfsbereit sein und sehen, wie sich die Empfänger einer guten Tat darüber freuen;
  • dankbar sein für das, was man im Leben ist und erreicht hat, für Familie und gute Freunde – und nicht auf das starren, was man nicht erreicht hat.

Quellen und weitere Informationen:

Managing Emotions in the Workplace: Do Positive and Negative Attitudes Drive Performance?

Anja Dilk und Heike Littger: Wege aus dem Stimmungstief, managerSeminare (3/2009)

[jf; Bild: Fotolia.com]

Das gesamte Dossier hier als PDF-Datei zum Herunterladen und Ausdrucken:

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