Die Organisationsstrukturen der Unternehmen und die Art, wie sie ihre Leistungen erbringen, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. In den tayloristisch organisierten Betrieben der Vergangenheit standen die Bereiche weitgehend unverknüpft, wie separate Säulen nebeneinander, und jeder Bereich hatte sein klar definiertes Aufgabenfeld. Das gleiche galt für die Mitarbeiter, deren Aufgaben entweder in der Stellenbeschreibung definiert oder von Vorgesetzten übertragen wurden.
Viele Unternehmen, gerade High-Performance-Unternehmen, sind heute weitgehend netzwerkartig strukturiert. Die Bereichsgrenzen sowie Hierarchiestufen spielen eine immer geringere Rolle, etwa weil die Leistungen zunehmend in bereichs- und oft sogar unternehmensübergreifenden Arbeitsteams erbracht werden. Damit stößt auch das klassische Führen an seine Grenzen, das weitgehend auf der qua Position verliehenen disziplinarischen Macht und Weisungsbefugnis beruht.


