Teambuilding So schweißen Sie die Crew zusammen

17.02.2011 – Ein gutes Arbeitsklima rangiert bei den Motivationsfaktoren für viele Menschen ziemlich weit oben – laut einer Studie des Harvard Business Manager auf Platz 2 hinter einem übergeordneten „Zufriedenheitsgefühl“. Wer sich zugehörig und im Team anerkannt fühlt, ist eher bereit, sich für die gemeinsame Sache ins Zeug zu legen. In einem schlechten Klima dagegen dominieren Konkurrenzdenken und das Beharren auf Zuständigkeiten. Eine exzellente Crew ist aufeinander eingespielt und diskutiert nicht lange, wer die Segel einholen oder das Deck schrubben soll. Wie fördern Sie als Chef einen solchen Gemeinschaftsgeist?
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Ein starkes „Wir-Gefühl“ ist eine der Säulen einer gelebten Be­geisterungskultur. Gemeinsame Feste, Lernmöglichkeiten und Engagements jenseits des Arbeitsalltags unterstützen ein solches Wir-Gefühl. Wer einem beim Grillfest zur Hand ging oder bei der Paddeltour durch die Stromschnelle half, ist spätestens ab da mehr als „irgendein Kollege“.

Stärken Sie den Teamgeist!

Damit Gemeinschaftsgeist die tägliche Zusammenarbeit dauer­haft prägt, können Sie als Chef einiges tun:

  • Keine Lieblinge oder Kronprinzen: In jeder Abteilung gibt es Menschen, mit denen Sie etwas lieber zusammenarbeiten als mit anderen; Mitarbeiter, bei denen die Wellenlänge einfach stimmt. Vermeiden Sie es trotzdem, einzelne Teammitglieder zu bevorzugen. Dabei geht es nicht allein um sichtbare Privile­gien, sondern auch um Aufmerksamkeit und Zuwendung (ständig miteinander essen gehen, regelmäßiger Plausch auf dem Gang, nur Einzelne duzen usw.). Mitarbeiter schauen sehr genau hin, ob es „gerecht“ zugeht. Ist das nicht der Fall, pro­vozieren Sie Neid und Missgunst.
  • Kein „teile und herrsche“: Für Machtspielchen und taktische Manöver ist in einer BeGEISTerungskultur erst recht kein Platz. Kurzfristig erreichen Sie vielleicht Ihr Ziel, wenn Sie Mitarbeiter gegeneinander ausspielen. Mittelfristig trübt das das Klima, denn Sie sähen gleichzeitig Misstrauen.
  • Unterschiede wertschätzen: Menschen sind verschieden. Diese Erkenntnis ist weniger banal, als sie klingt, denn man kann diese Verschiedenheit als Bereicherung oder als Störfak­tor betrachten. Ein gutes Team profitiert von unterschiedlichen Begabungen seiner Mitglieder, davon, dass es akribische Sys­tematiker, Kommunikationstalente, fürsorgliche Harmoniker, Macher, Kreative, Vorsichtige und Wagemutige gibt. Führen Sie im Bewusstsein, dass jeder einen Beitrag zum Ganzen leistet, und strahlen Sie dieses Bewusstsein deutlich aus – etwa, wenn es in Sitzungen um Aufgabenverteilungen geht oder wenn Sie im Zweiergespräch über abwesende Kollegen reden.
  • Auf eine gesunde Mischung im Team achten: Großunterneh­men haben inzwischen eigene Beauftragte für „Diversity“. Es fördert die Produktivität, wenn Jung und Alt, Frau und Mann, Erfahrene und Neueinsteiger, Einheimische und Zugewanderte miteinander arbeiten. Zu viel Gleichförmigkeit erzeugt gleich­förmiges Denken, und das gefährdet ambitionierte Ziele. Au­ßerdem gleichen sich verschiedene Mentalitäten aus. Ein er­fahrener Meister im Team ist ebenso wichtig wie eine ideen­reiche Nachwuchskraft. Und Mitarbeiter mit Migrationshin­tergrund bringen wertvolles Wissen mit, um sich auf Kunden anderer Kulturkreise einzustellen.
  • Konflikte nicht schwelen lassen: Wir alle wissen, dass Konflikte sich hochschaukeln, wenn man sie ignoriert. Das heißt nicht, dass Sie die Flöhe husten hören und wegen jedes hitzigen Wortwechsels eine Mediationssitzung einberufen müssen. Wenn der Umgangston in der Abteilung jedoch immer gereiz­ter wird, wenn dicke Luft herrscht oder sich dauerhaft Fraktio­nen bilden, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen und die Streithähne an einen Tisch holen. Gehen Sie die Sache beherzt an, statt auszuweichen!
  • Positive Fehlerkultur: Fehler sind Lernchancen. Nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler. Suchen Sie daher nicht nach Schuldigen, sondern nach neuen Lösungen. Fragen Sie „Was lernen wir daraus?“ statt „Wer hat das verbockt?“ Und sanktionieren Sie eher das Vertuschen von Fehlern als das Zugeben von Fehlern. Nur so kann man gemeinsam wachsen und sich stetig verbessern.
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