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Wie Kommunikation die Gedanken beeinflusst

Ohne Kommunikation geht gar nichts

Die wichtigste Grundvoraussetzung, damit wir erfolgreich miteinander umgehen können, ist funktionierende Kommunikation. Dabei ist nicht nur die Kommunikation durch Worte gemeint, sondern vielmehr geht es um die Kommunikation über alle Sinneskanäle (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken), die uns in ihrer Gesamtheit unser Bild der Welt gibt.

Kommunizieren Menschen miteinander, so verläuft die Kommunikation grundsätzlich immer auf zwei Ebenen:

  • Wir kommunizieren Sachinformation (und glauben fälschlicherweise oft, dass diese am allerwichtigsten sind).
  • Zusätzlich nehmen wir über Gestik, Mimik und Tonalität - zumeist intuitiv - die Gefühle des Gesprächspartners wahr.

Ermöglicht wird diese Wahrnehmung durch die - erst vor kurzem entdeckten - Spiegelneurone. Das sind Nervenzellen im Gehirn, die die nicht-inhaltliche Kommunikation (Gestik, Mimik, Tonalität usw.) meist unmerklich analysieren und interpretieren. Dabei werden über die Spiegelzellen bei uns im Gehirn dieselben Emotionen ausgelöst, die unser Gegenüber gerade empfindet.

Jeder Gesprächspartner übermittelt (ob er will oder nicht) zu den Sachinformationen immer auch seine Gefühle. Erscheinen die sachliche Botschaft und die nonverbale Kommunikation nicht kongruent, so wird dieses (über kurz oder lang) zu Irritationen führen, dann wird auch der sachlichen Botschaft mit Misstrauen begegnet.

Ein weiterer Effekt der Spiegelneurone ist, dass wir nur dann eine positive Beziehung zu einem anderen Menschen aufbauen können, wenn wir diesem auch innerlich positiv begegnen. Denn:

  1. Erscheint uns jemand zum Beispiel unsympathisch, so werden wir dieses Gefühl auf der unterbewussten Ebene (zumindest auf lange Sicht) vermitteln.
  2. Unser Gegenüber wird dieses Gefühl (intuitiv) wahrnehmen und darauf (zumeist wieder intuitiv) mit einem negativen Gefühl reagieren.
  3. Letztendlich wird dann wahrscheinlich auch die Beziehung beeinträchtigt oder unmöglich.

Wohlgemerkt, das alles passiert meist unbewusst, es reichen bereits die Gedanken und Gefühle eines der Kommunikationspartner, um diese Spirale in Gang zu setzen. Gedanken sind also längst nicht so frei, wie wir das zumeist glauben.

Was Gedanken mit unserem Leistungsvermögen, unserem Wohlbefinden und der Gesundheit zu tun haben

Für Ihren Erfolg als Unternehmer ist es unverzichtbar, dass es Ihnen gut geht und Sie – auch bei hoher Belastung – mental und körperlich keinen Schaden nehmen. Als Unternehmer können Sie aber auch unmittelbar dazu beitragen, dass Ihre Mitarbeiter mehr leisten können, dass es ihnen dabei besser geht und sie auch gesundheitlich widerstandsfähiger sind.

Auch hier liefert die Neurowissenschaft nützliche Inspirationen und Erkenntnisse:

  • Nichts, was im Körper geschieht, ist losgelöst von dem, was unser Gehirn wahrnimmt, wie es das interpretiert und welche Reaktion es dann aktiviert.
  • Bewertet das Gehirn aufgrund seiner Erfahrung eine Situation als unangenehm, setzt es Stressbotenstoffe frei, die Puls, Kreislauf, Blutdruck und Atmung beschleunigen bzw. erhöhen.
  • Nimmt das Gehirn vergleichbare, negativ interpretierte Signale öfter wahr, steigert es seine Sensibilität; immer niedrigere „Dosierungen“ dieser Auslöser reichen dann aus, um Stress zu verursachen.
  • Stress vermindert die Fähigkeit unseres Gehirns, Lösungen zu finden. Er beeinträchtigt das Herz-Kreislauf-System, die Immunabwehr, die Abwehrkraft gegenüber Erregern und Tumorzellen sinkt. Gleichzeitig steigt die Empfänglichkeit für die Volkskrankheit Depression.

Krankmachender Stress (Disstress) entsteht zumeist nicht aus einer hohen Arbeitsbelastung, sondern vielfach aus dem Mangel an Anerkennung, Wertschätzung, Verbundenheit und menschlicher Nähe. Die beste Prophylaxe gegen den schädlichen Disstress ist neben individuellen Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten ein hohes Maß an Wertschätzung, Respekt, Anerkennung und Vertrauen.

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