Frankfurt/Main (dapd). Ungeachtet des schwachen Jahresbeginns in der deutschen Industrie rechnet die Bundesbank fest mit einem Anziehen der Konjunktur. "Der zögerliche Start in das Jahr 2013 stellt nicht die Perspektive einer konjunkturellen Belebung der Wirtschaftstätigkeit infrage", schrieb die Bundesbank in ihrem am Montag in Frankfurt am Main veröffentlichten Monatsbericht.
Als Grund für ihre Zuversicht nannte die Bundesbank die gute Stimmung in den Unternehmen. Vor allem die Exporterwartungen zeigten wieder deutlich nach oben. Da zudem die Firmen Arbeitskräfte einstellten und sich der Arbeitsmarkt gut entwickele, seien die Verbraucher weiter optimistisch. Dagegen zeichne sich bei der Investitionstätigkeit der Firmen noch keine wesentliche Besserung ab.
Der Jahresbeginn sei jedoch gedämpft gewesen, erklärte die Bundesbank. Die Industrieproduktion habe sich nicht vom schwachen Schlussquartal lösen können. Der Auftragseingang sank im Januar ebenfalls. "Der Jahresauftakt der deutschen Wirtschaft blieb hinter den Erwartungen, die von der Beruhigung der Lage an den Finanzmärkten und der Verbesserung der Stimmung unter den Unternehmen geweckt worden waren, zurück", hieß es.
Ebenso wie die Bundesbank rechnen auch die Bundesregierung sowie führende Wirtschaftsinstitute mit einer baldigen Konjunkturbelebung. Im Schlussquartal 2012 war die deutsche Wirtschaft überraschend um 0,6 Prozent eingebrochen. Die Regierung erwartet deshalb für 2013 nur ein leichtes Wachstum von 0,4 Prozent. 2012 war die deutsche Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent gestiegen.
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