Karlsruhe (ddp.djn). Der Finanzvorstand des viertgrößten deutschen Energiekonzerns Energie Baden-Württemberg (EnBW), Rudolf Schulten, hat aus gesundheitlichen Gründen sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bereits im Dezember 2009 hatte der EnBW-Vorstand aufgrund der krankheitsbedingten Abwesenheit von Schulten die Verantwortlichkeiten im Vorstand neu verteilt.

Die «Stuttgarter Zeitung» hatte berichtet, dass es dabei um die Bewertung des 26-Prozent-Anteils am Oldenburger Energieversorger EWE gegangen sei, den die EnBW in diesem Sommer für etwa zwei Milliarden Euro gekauft hatte. Schulten habe Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe auf Investitionen der EWE gefordert, sich damit aber wegen der Folgen für die Finanzlage des Konzerns nicht durchsetzen können, hieß es laut Informationen der Zeitung. Daraufhin sei er «aus Gesundheitsgründen» bis auf weiteres abgelöst worden. Ein Konzernsprecher hatte die Spekulationen entschieden zurückgewiesen, wonach es kurz vor Weihnachten zu einem Eklat um den Finanzchef gekommen sein soll.

Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis wünschte Schulten eine baldige Genesung. «Wir respektieren seine Entscheidung und bedauern die Umstände seines Ausscheidens.» Schulten war im Januar 2009 in den Vorstand er EnBW eingetreten. Zuvor war er von 2003 bis 2008 Vorsitzender des Vorstandes der MVV Energie AG.

ddp.djn/wca/rab

 


Wir schenken Ihnen die Premium-Mitgliedschaft im Wert von 49 € an jedem 10. eines Monats. So nutzen Sie alle Premium-Inhalte für ein Jahr kostenlos.

Hier geht's zur Anmeldung.