Brüssel (ddp). Der US-Autohersteller General Motors (GM) hat bei einem Treffen mit Vertretern der EU und Wirtschaftsministern der Länder mit Opel-Standorten einen «weitreichenden» Sanierungsplan für die Tochter Opel vorgelegt. Wie der Chef der GM-Europasparte, Nick Reilly, am Montag in Brüssel erklärte, soll dabei die Sanierung nicht von staatlichen Zusagen abhängig machen. «Der Plan steht und wird von keiner der geldgebenden Regierungen beeinflusst werden.» Der Plan solle nun auch mit der Belegschaft diskutiert werden. Dann wolle GM auch weitere Details nennen.
Zugleich bekräftigte Reilly, dass für die Sanierung der Sparte insgesamt 3,3 Milliarden Euro veranschlagt würden. Dabei wolle sich der US-Konzern mit einem Eigenanteil an der Restrukturierung beteiligen und notfalls das Europageschäft auch aus eigener Kraft sanieren.
Zuvor hatte Flanderns Regionalregierung erklärt, für mögliche Hilfen weitere Informationen von GM zu benötigen. Der Ministerpräsident von Flandern, Kris Peeters, sagte, es bedürfe einiger Klarstellungen von Reilly, damit Restrukturierungsbeihilfen gewährt werden könnten. Das Hilfsangebot im Volumen von 500 Millionen Euro liege aber nach wie vor auf dem Tisch. GM betreibt in Antwerpen ein Opel-Werk.
GM hatte sich kürzlich überraschend entschieden, die Marke Opel als Konzernmarke fortzuführen, nachdem im Spätsommer ein mehrheitlicher Verkauf an ein Konsortium um den österreichisch-kanadischen Automobilzulieferer Magna International und die russische Sberbank vereinbart worden war. Die Bundesregierung hatte seinerzeit Hilfen von 4,5 Milliarden Euro versprochen. Jetzt ist unklar, welche Hilfen GM für eine Sanierung in Eigenregie erwarten kann.
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ddp.djn/jwu/pon
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