Verden (ddp.djn). Wegen Bestechlichkeit hat die Staatsanwaltschaft Verden Haftbefehl gegen einen 49-jährigen Mitarbeiter des Bremer Mercedes-Benz-Werkes erlassen. Wie die Anklagebehörde am Montag mitteilte, wird dem Mann vorgeworfen, in den vergangenen fünf Jahren insgesamt knapp 120 000 Euro von einem Unternehmer aus Stuhr als Gegenleistung für die Vergabe von Aufträgen erhalten zu haben.

Zudem soll er vertrauliche Informationen über Aufträge aus dem Bereich des Anlagenbaus weitergegeben haben. Insgesamt werden dem 49-jährigen 13 Fälle von Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr vorgeworfen. Er befindet sich wegen Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft.

Eine Sprecherin von Daimler sagte am Montag auf ddp-Anfrage, dass das Unternehmen derzeit zum laufenden Verfahren keine Angaben machen könne. Was einen Fortbestand des Arbeitsverhältnisses angeht, sagte sie jedoch, dass die «entsprechenden disziplinarischen Maßnahmen» gegen den Mitarbeiter eingeleitet würden.

Laut Staatsanwaltschaft erfolgten die Zahlungen über Rechnungen zu angeblich erbrachten Beratungsleistungen. Diese habe es allerdings nie gegeben. Bereits im Oktober sei bei Durchsuchungen umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden.

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