Berlin (dapd). Der deutsche Außenhandel wird nach Einschätzung der heimischen Industrie im laufenden Jahr kräftig zulegen und damit seinen Rekord von 2012 übertreffen. "Wir erwarten im beginnenden Aufschwung eine deutliche Belebung der weltweiten Nachfrage nach deutschen Produkten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Markus Kerber, am Montag in Berlin.

Der Verband erwartet, dass die deutschen Ausfuhren 2013 auf Jahressicht um 3,5 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr hatten deutsche Firmen trotz der europäischen Krise Waren im Wert von 1,1 Billionen Euro ins Ausland verkauft, so viel wie nie zuvor. Dabei lag das Plus bei 3,4 Prozent, obwohl der Außenhandel zum Jahresende eingebrochen war. Mit einem guten Start im Januar hatte der Außenhandel die Schwäche aber überwunden.

Seine Zuversicht für 2013 begründet der Industrieverband unter anderem mit der Lage in Europa, die sich ungeachtet des unsicheren Wahlausgangs in Italien etwas beruhigt habe. Das Vertrauen nehme langsam zu, erklärte der BDI. Zudem werde in den USA trotz der Haushaltsdebatte eine weitere Belebung der Konjunktur erwartet. "Auch in China rechnen wir damit, dass der Exportmotor das zuletzt schwache Wachstum wieder auf Touren bringt", sagte Kerber.

Der Anteil deutscher Produkte am Welthandel stieg 2012 dem BDI zufolge auf 8,6 Prozent. Dabei gewinnt der Export in Länder außerhalb Europas an Bedeutung. 31 Prozent der deutschen Ausfuhren gingen demnach 2012 in Staaten jenseits der Europäischen Union. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil nur bei 20 Prozent. Europa bleibe aber der Heimatmarkt für die deutschen Exporteure. Acht der zehn wichtigsten Abnehmerländer seien in Europa, erklärte der BDI.

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