Berlin (dapd). Die Deutsche Kreditwirtschaft misst dem Schutz der Kundeneinlagen höchste Priorität bei. Wie der Dachverband der deutschen Banken- und Sparkassenverbände am Montag in Berlin erklärte, wäre es wünschenswert gewesen, auch im Fall Zypern Kundeneinlagen bis 100.000 Euro von der Abgabe für Spareinlagen freizustellen. Der derzeit gesetzlich festgelegte Schutz von 100.000 Euro sollte nicht zur Disposition stehen.
In Zypern sollen zur Bewältigung der Finanzkrise auch Bankkunden und Sparer je nach Höhe ihrer Einlagen zur Kasse gebeten werden. Die Pläne führten zu heftigen Protesten.
Zuvor hatte die Bundesregierung ihre Zusage vom Oktober 2008 erneuert, dass sich die deutschen Sparer um ihre Bankguthaben keine Sorgen machen müssen.
Der Präsident des Sparkassen-Verbands, Georg Fahrenschon, erklärte, die Sicherheit der deutschen Sparguthaben sei auch der Tatsache geschuldet, dass es keine einheitliche europäische Einlagensicherung gebe. Der Fall Zypern zeige, dass über eine einheitliche europäische Einlagensicherung schnell Ansteckungsgefahren in andere Euro-Länder getragen werden könnten.
dapd.djn/T2013031450100/mwo/mwa
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