Berlin (ddp.djn). Kleidung und Textilien werden nach Angaben des Gesamtverbandes Textil+Mode in den kommenden Monaten teurer. Grund seien steigende Rohstoff-, Lohn- und Logistikkosten. «Preiserhöhungen sind nicht mehr zu vermeiden», sagte Verbandspräsident Heinz Horn der Zeitung «Die Welt» (Dienstagausgabe). Er rechne mit einem Preisanstieg um mindestens fünf Prozent. In einigen Bereichen werde sogar ein Plus von zehn Prozent und mehr nicht mehr ausgeschlossen.

Wie es beim Verband laut dem Bericht weiter hieß, sind die Kosten für eine Tonne Baumwolle innerhalb weniger Wochen um ein Fünftel gestiegen. Horn begründete dies vor allem mit einem Nachfragesprung in Asien, aber auch mit Spekulationseffekten. «Einige Unternehmen haben mittlerweile schon Probleme, Baumwolle zu bekommen», sagte er. Ferner hätten sich die Frachtraten sowie die Löhne in den wichtigsten Fertigungsländern erhöht.

Die Industrie hofft der Zeitung zufolge nun, dass die Preiserhöhungen den Aufschwung der vergangenen Monate nicht gefährden. Laut einer Branchenumfrage bewerteten zwei Drittel der 400 befragten Unternehmen die Umsatzentwicklung im laufenden Jahr positiv. Von einer guten bis befriedigenden Auftragslage für die kommenden Monate sprächen sogar 90 Prozent der Unternehmen. Verbandschef Horn rechne daher für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von fünf Prozent.

Im Krisenjahr 2009 hätten sich dem Verband zufolge die Umsätze der rund 1300 deutschen Hersteller für Bekleidung und technische Textilien um 20 Prozent auf nur noch 30 Milliarden Euro reduziert.

ddp.djn/jwu/kos

 


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