Mannheim (ddp). Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Oktober überraschend eingetrübt. Der entsprechende Index sank von 57,7 Punkten im Vormonat auf 56,0 Punkte, wie das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Experten hatten im Schnitt mit einer Stagnation gerechnet.

Positiv dürfte der erneute Anstieg der Auftragseingänge zu Buche geschlagen haben, hingegen dürfte der jüngste Rückgang der Exporte leicht dämpfend gewirkt haben, erläuterten die Wissenschaftler die Daten. Ungewiss sei, wie sich der private Konsum entwickeln wird. «Die Einschätzungen der Finanzmarktexperten entsprechen dem derzeitigen Meinungsbild. Die Konjunktur verbessert sich aber nur allmählich», sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Der ZEW-Konjunkturindikator gilt als ein wichtiger Stimmungsindikator der deutschen Wirtschaft. Befragt werden monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger.

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