Düsseldorf (dapd). Die erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen der IG Metall und den Arbeitgebern der Zeitarbeit zu Branchenzuschlägen für Leiharbeitsbeschäftigte ist vertagt worden. Man stehe "erst am Anfang eines schwierigen Verhandlungsweges" und sei noch "ein gutes Stück" entfernt von einer fairen Bezahlung der Leiharbeitnehmer, sagte die Verhandlungsführerin der IG Metall, Helga Schwitzer, nach den Gesprächen am Mittwoch in Düsseldorf. Die Verhandlungen sollen nun am 20. März fortgesetzt werden.
Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser warnte derweil vor den Auswirkungen von Branchenzuschlägen für Zeitarbeiter. Diese seien zwar ein Weg zur Annäherung an das Verdienstniveau der Stammbelegschaften, aber nicht zum Nulltarif zu haben, sagte er in Berlin. "Die Folge wird sein, dass in der Zeitarbeit Arbeitsplätze verloren gehen."
Für weite Bereiche der Metall- und Elektroindustrie werde Zeitarbeit dadurch zu teuer. "Es ist Kinderglauben zu meinen, dass dies dann automatisch in Stammarbeitsplätze übergeht", sagte Kannegiesser.
dapd.djn/mbo/pon
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