München (dapd). Die rapide Talfahrt des Wirtschaftsklimas im Euroraum ist zum Stillstand gekommen. Nach einem 35-Punkte-Absturz im zweiten Halbjahr 2011 stieg es im ersten Quartal leicht um 1,1 auf 84,8 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Es liegt damit aber immer noch auf einem der schlechtesten Werte seit Beginn der Erhebung und weit unter dem langjährigen Durchschnitt von 109 Punkten.

"Für den Euroraum kann keine konjunkturelle Entwarnung gegeben werden", erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Ein Sprecher sagte, noch sei keine Trendwende zu erkennen. Zudem wirke sich negativ aus, dass derzeit sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen im negativen Bereich lägen.

Treiber der aktuellen Stabilisierung auf niedrigem Niveau war, dass die Aussichten nicht mehr ganz so schlecht eingeschätzt wurden. Dieser Teilindikator stieg von 57,4 auf 70,5 Punkte. Allerdings blieben die Erwartungen überwiegend negativ. Positiv fielen sie nur in Luxemburg, Slowenien und Irland aus.

Bei der aktuellen Lage ging es dagegen weiter nach unten, von 128,7 auf 109,1 Punkte. Als gut wurde sie nur in Deutschland und Estland eingeschätzt.

Positiv verlief die Entwicklung bei der Inflationserwartung. Sie sank in fast allen Euroländern. Aktuell liegt sie für 2012 bei 2,3 Prozent.

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