Stuttgart (dapd). Der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) droht nach dem Verkauf ihrer 21.000 Wohnungen an die Augsburger Patrizia Immobilien AG eine Protestwelle. Viele in Mietervereinen organisierte Mieter hätten bereits avisiert, ihre Bankverbindungen bei der LBBW-Tochter BW-Bank und bei den Sparkassen als LBBW-Miteigner zu kündigen, teilte der Mieterverbund Baden-Württemberg laut einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstagausgabe) mit.

Der Sozialverband VdK hat der Zeitung zufolge einen Brief an den LBBW-Vorstandsvorsitzenden Hans-Jörg Vetter geschickt. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass bei dem Deal nicht soziale Kriterien, sondern ausschließlich der Kaufpreis ausschlaggebend gewesen sei, heiße es darin. Der Aufsichtsrat der LBBW hatte sich vergangene Woche für das börsennotierte Augsburger Immobilienunternehmen ausgesprochen. Ein Konsortium um die Stadt Stuttgart ging leer aus.

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