Die Verbesserungskata zielt darauf ab, bei Mitarbeitern und Führungskräften schrittweise eine Routine darin zu entwickeln, wie man sich einem definierten Ziel-Zustand nähert. Dabei ist der Weg zum Ziel nicht vorgegeben, sondern er wird vielmehr im Rahmen eines experimentellen Vorgehens Schritt für Schritt gefunden. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind eine möglichst genaue Beschreibung des Ist- und des Ziel-Zustands.
Ein Zielzustand beim Verbesserungskata zeichnet sich dadurch aus, dass er herausfordernd und erreichbar und die Lösung noch unbekannt ist. Sie muss in einer regelmäßigen Auseinandersetzung mit dem eigenen Tun und den gegebenen Rahmenbedingungen allmählich entwickelt werden.
Was auf den ersten Blick sehr pragmatisch erscheint, ist nicht einfach umzusetzen, denn das Streben nach Verbesserung erfordert von den Mitarbeitern, dass sie sich bewusst und ohne Scheu mit ihrem (Noch-)Nicht-Wissen beziehungsweise ihren noch bestehenden Inkompetenzen befassen. Sie müssen sich zum Beispiel fragen, was einer Verbesserung im Weg steht. Das Entwickeln einer solchen Denkhaltung fällt nicht leicht. Trotzdem führt beim Versuch, unbekannte Probleme zu lösen und Neues zu schaffen, kein Weg daran vorbei, die eigene Wissensgrenze Schritt für Schritt auszudehnen.
Das heißt: Die Mitarbeiter müssen die Komfortzone ihres aktuellen Wissens verlassen. Bei der Verbesserungskata geht es darum, zwei Denksysteme des menschlichen Gehirns in Zusammenhang zu bringen:
- das schnelle, unterbewusste System, das abgespeichertes Wissen anhand von Mustern schnell erkennt und uns intuitiv handeln lässt.
- das langsamere System, das systematisch vorgeht und durch eine gezielte Analyse und Verknüpfung neue Erkenntnisse und Ergebnisse schafft.
Hierbei benötigen die Mitarbeiter Unterstützung in Form des Kata Coachings.