Der Begriff betriebliche Positivität lässt sich – je nach Schwerpunkt – in drei verschiedene Bereiche gliedern. Zunächst beschreibt er das Florierende und Lebendige in einer Organisation (Positive Organizational Scholarship), also das, was eine lebensspendende „Organisphäre“ ausmacht. Das können zum Beispiel die organisationale Energie und systemische Stärken der Organisation sein.
Wenn es um das Individuum in einer Organisation geht, meint Positivität den positiven beziehungsweise stärkenbasierten und funktionierenden Entwicklungszustand von Mitarbeitern. Kurzum: das psychologische Kapital. Dies wiederum äußert sich in gegenseitiger Unterstützung und Toleranz der Mitarbeiter untereinander. Auf der interaktionalen Ebene beschreibt Positivität den Nutzen von Sozialkapital und psychologischen Kapazitäten in der Zusammenarbeit. Dies äußert sich in Phänomenen wie freiwilliges Arbeitsengagement, Kollegialität und Prosozialität.
Betriebliche Positivität soll hier also definiert werden als das Ausmaß an florierend-lebendigen Phänomenen in einer Organisation auf individueller, interaktionaler und organisationaler Ebene. Als erfolgsentscheidend werden – in Analogie zum langjährigen, krisenerprobten Bestand einer Ehe – folgende Strategien angesehen:



