Viele mittelständische Unternehmen haben in den vergangenen zehn Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen: Wo sich Anfang des neuen Jahrtausends noch hauptsächlich Facharbeiter tummelten, gehen heute oft auch Akademiker ihrer Arbeit nach. Viele Mittelständler beschäftigen zudem Frauen in hochqualifizierten Positionen, gleichzeitig spielt bei vielen Mitarbeitern, gerade bei international agierenden Firmen, die Kenntnis mindestens einer Fremdsprache eine große Rolle.
Im Großen und Ganzen haben sich viele mittelständische Betriebe von handwerklichen Produzenten mit geringer Fertigungstiefe und Produktkomplexität in High-Tech-Unternehmen verwandelt. Während sie vor zehn, fünfzehn Jahren noch vorwiegend für den deutschen Markt (und eventuell einige europäische Nachbarstaaten) produzierten, vertreiben sie ihre Produkte heute weltweit. Einen großen Teil davon lassen sie auch im Ausland produzieren. In Deutschland findet vor allem die Entwicklung neuer Produkte statt. Hier werden noch die Maschinen und Anlagen produziert, deren Fertigung Spitzen-Know-how erfordert.
Aufgrund dieser Entwicklung hat sich auch die Belegschaft der Betriebe gewandelt. Sie wurde nicht nur internationaler – lässt man die Gastarbeiter einmal außen vor, die vor zehn Jahren in den Produktionshallen vieler Mittelständler ihren Lebensunterhalt verdienten – sondern auch weiblicher und höher qualifizierter.


