Trotz Wirtschaftskrise herrscht insbesondere in der IT-Branche an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern weiterhin ein extremer Mangel. Traditionelle Bewerberkampagnen der Unternehmen bringen nicht mehr den gewünschten Erfolg. Die Bewerberflut von einst bleibt aus. Ein massives Problem für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Das belegt eine neue Studie der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK).
Und auch die Hewitt-Studie „Talent Supply und Employer Branding 2008“ stellt fest, dass es 82 Prozent der Unternehmen an guten Mitarbeitern mangelt. Die größte Herausforderung ist die Rekrutierung von Führungskräften und Arbeitskräften im Bereich IT und E-Business.
Für fast alle Unternehmen – nämlich 92 Prozent – ist die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität der wichtigste Vorteil des Employer Branding. Verwunderlich dabei ist, dass nur 50 Prozent der Unternehmen mit einer klaren und gut definierten Arbeitgebermarke gewappnet sind, um sich im Wettbewerb um die besten Talente zu behaupten. Warum tun viele Arbeitgeber nichts dafür attraktiv zu sein?
Mögliche Antworten auf diese Frage könnten sein: Sie haben die Brisanz des Fachkräftemangels noch nicht erkannt und sie verschließen die Augen vor der Realität. Diese wird nämlich in Zukunft noch düsterer aussehen in Bezug auf den „War for Talent“. Oder aber das Unternehmen ist vielleicht nicht sehr groß und auch nicht sehr bekannt und traut sich nicht zu, eine Arbeitgebermarke zu entwickeln.
Doch dies sollte kein Hinderungsgrund sein, denn es ist noch nicht zu spät. Sie können einiges tun, um Ihre Arbeitgeberattraktivität zu verbessern. Die Lösung lautet: Employer Branding. Gerade auch kleine und Kleinstbetriebe (Gastronomie, Handwerk) können in ihrem regionalem Umeld Arbeitgeber-Markenpflege betreiben.
Stichwort
Employer Branding (dt. Arbeitgebermarkenbildung) ist eine unternehmensstrategische Maßnahme, bei der Konzepte aus dem Marketing insbesondere der Markenbildung angewandt werden, um ein Unternehmen insgesamt als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abzugrenzen. Das Ergebnis ist die Arbeitgebermarke (engl. Employer Brand), also die vom Unternehmen gezielt gestaltete Art und Weise wie ein Unternehmen im Arbeitsmarkt als Arbeitgeber wahrgenommen wird.
- Teil 1: Employer Branding: Als Arbeitgeber attraktiver werden und die Bewerberqualität erhöhen
- Teil 2: Wie schaffe ich eine Arbeitgebermarke?
- Teil 3: Die richtige Zielgruppe ansprechen
- Teil 4: Den Erfolg messen
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