Engagierte Mitarbeiter sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass ein Unternehmen funktioniert. Sie denken mit, sie warten nicht nur auf Anweisungen, sie bringen sich ein, sie übernehmen Verantwortung, sie sorgen sich um das Wohlergehen des gesamten Unternehmens. Aber nicht alle Mitarbeiter sind in gleicher Weise engagiert. Selbst in ein und derselben Abteilung kann es besonders engagierte Kollegen geben, während andere ihre Aufgaben zwar erfüllen, aber eben nur so wie nötig.
Führungskräfte freuen sich über ihre engagierten Mitarbeiter, denn diese nehmen ihnen Arbeit ab und unterstützen sie. Man muss ihnen nicht alles lange erklären und nicht immer wieder prüfen, wie weit sie gekommen sind. Vorgesetzte können sich auf diese Mitarbeiter einfach verlassen. Auch wenn diese manchmal übers Ziel hinausschießen oder mit ihren immer wieder neuen Ideen anderen lästig sein können.
Hinweis
Mehr zu den „Vorteilen“ und „Nachteilen“ der Eigeninitiative von Mitarbeitern finden Sie unter:
Mitarbeiterengagement kommt aus der Motivation für eine konkrete Aufgabe
Da das Engagement der Mitarbeiter im Allgemeinen für das Unternehmen nützlich ist, wollen Führungskräfte wissen, wie sie das bei ihren Mitarbeitern fördern können. Dazu wurden viele Studien durchgeführt. Schon seit einigen Jahren werten die drei Professoren Michael S. Christian, Adela S. Garza und Jerele E. Slaughter diese Studien aus, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszufinden und um zu erfahren was Mitarbeiterengagement eigentlich ist – insbesondere in Abgrenzung zu Arbeitszufriedenheit, zur Identifikation mit der Arbeit oder zur Bindung an das Unternehmen. Denn das sei jeweils etwas ganz anderes und sollte nicht verwechselt oder vermischt werden, sagen die Forscher.
Ein wesentlicher Unterschied: Das Engagement bei der Arbeit bezieht sich immer auf eine konkrete Tätigkeit und die Rolle, die der Mitarbeiter dabei einnimmt. Also beispielsweise auf das Montieren von Produkten als Monteur, auf die Arbeit am Computer als Sachbearbeiterin, auf das Beraten von Kunden als Servicefachkraft. Es geht nicht um die allgemeine Einstellung zum Unternehmen, zum eigenen Beruf oder zur eigenen Arbeit. Arbeitsengagement hat stattdessen viel mehr mit Motivation zu tun. Engagierte Mitarbeiter bringen sehr viel intrinsische Motivation für das mit, was sie gerade tun.
Das bedeutet aber auch: Das Engagement kann sich bei ein und derselben Person ändern. Für manche Dinge ist sie motiviert und engagiert und für andere nicht. Christian macht deshalb darauf aufmerksam, dass sich das Arbeitsengagement nicht einer Person generell zuordnen lässt und anderen nicht. Die wichtige Schlussfolgerung: Jeder Mitarbeiter kann engagiert sein. Und Mitarbeiter, die sich oft einbringen, können auch mal keine Motivation haben.
Stichwort
Mit Mitarbeiterengagement ist im Allgemeinen gemeint, in welchem Umfang ein Mitarbeiter sich selbst in seine Arbeit und seine Aufgaben einbringt. Er investiert körperliche Energie, macht sich viele Gedanken und hat positive Gefühle für seine Arbeit. Dabei ist entscheidend, was er wirklich tut, was also sichtbar ist, und nicht, welche Einstellung er zu seiner Arbeit hat.
- Teil 1: Mitarbeiterengagement: Warum sich Mitarbeiter engagieren und einbringen
- Teil 2: Einflussfaktoren für das Mitarbeiterengagement
- Teil 3: Abwechslungsreiche und sinnvolle Arbeit braucht der Mensch
- Arbeitsgestaltung
- Beziehungsmanagement
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