Die Studie der Fachhochschule Köln offenbart wichtige Regeln und Erfahrungen deutscher Unternehmen, die Six Sigma bereits anwenden. Knapp zwei Drittel gehören der Automobil-Industrie an.
Bei der Einführung von Six Sigma gelten, die Integration in die Unternehmensstrategie, das Training der Mitarbeiter und die durchgehende Unterstützung durch die Geschäftsleitung, als die wichtigsten Erfolgsfaktoren. Ohne nachhaltige Integration kann Six Sigma als kurzzeitige Modeerscheinung abgetan und dadurch sein Erfolg gemindert werden. Die Akzeptanz von Six Sigma steigt eben auch durch die Anzahl der geschulten Mitarbeiter.
Vom Champion bis zum Black, Green und White Belt
Erfahrungsgemäß müssen mindestens 10 Prozent der Belegschaft für Six Sigma geschult werden. Die Ausbildungsstufen tragen dabei zum Großteil Bezeichnungen aus dem asiatischen Kampfsport. Sie kennzeichnen die unterschiedlichen Kompetenzstufen:
- Champion: Er ist ein Mitglied der Unternehmensführung. Er arbeitet als treibender Motor und Verfechter der Six Sigma Strategie. Sein umfangreiches Wissen und seine lange Erfahrung im Unternehmen stellt ihn an die Spitze der Bewegung.
- Master Black Belt: Sie gelten als Vollzeit-Verbesserungsexperten, Trainer und Ausbilder. Sie besitzen die Qualifikation eines Black Belts, arbeiten aber in Vollzeit als Referenten im Six Sigma Ausbildungsprogramm.
- Black Belt: Sie setzen Six Sigma im Tagesgeschäft um. Als Koordinator und Projektleiter sorgen sie dafür, dass die Projekte von Green und White Belts zufriedenstellend durchgeführt werden. Sie betreuen pro Jahr mindestens vier Projekte. Projektmanagement, Kommunikations-Techniken und Konfliktlösungs-Instrumente bewiesen sich als ihre wichtigsten Werkzeuge.
- Green Belt: Diese Gruppe setzt sich aus dem mittleren Management, Projektmanagemen und Teammitgliedern zusammen. Ingeneure, Einkäufer, Planer und Meister sind als Green Belts aufgefordert, aktiv Verbesserungsprojekte zu gestalten und Erfolge in mindestens zwei Projekten pro Jahr nachzuweisen. Eine gundlegende Kenntnis mathematisch-statistischer Methoden, zur Durchführung von Analysen, ist dabei unerlässlich.
- White Belt: Auf dieser Ebene sollten so viele Arbeiter und Büroangestellte wie möglich in den Verbesserungsprozess mit einbezogen werden.
Nach der Studie gilt die Akzeptanz und die Veränderungsbereitschaft eines Black Belts als wichtigstes Auswahlkriterium der Geschäftsleitung. Die entscheidenden Veränderungen bewirken meist die überschaubareren Projekte bis zu einem Volumen von 200 000 und einer maximal sechs-monatigen Laufzeit. In der Regel werden die Projekte im Anschluss regelmäßig überwacht, um den nachhaltigen Erfolg sicher zu stellen.
Lesen Sie mehr im Fachbeitrag der Fachzeitschrift QZ (PDF).
http://www.qm-infocenter.de/qm/...
Sie können aus den umfangreichen Diagrammen und Daten des vollständigen Beitrags zur Studie weitere eigene Schlüsse ziehen. Zum Beispiel, ob und wie sich Six Sigma auch für Ihr Unternehmen lohnt und wie sich die hohen Investitionen für ein Six Sigma Projekt möglichst sicher rentieren.
[TL | Bild:PhotoCase.de]
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