Flexibilität IT der Unternehmensstruktur anpassen

17.08.2009 – Die Wirtschaft verändert sich, Ihre Arbeitsabläufe verändern sich und damit auch Ihr Unternehmen als solches. Doch wie flexibel ist Ihre IT? Passen Sie sich Ihrer IT an oder kann sich Ihre IT an Sie anpassen? In der Praxis werden häufig Ad-hoc-Veränderungen an der IT durchgeführt, die sich an kurzfristig auftauchenden Anforderungen orientieren und sich nicht an festgelegte, standardisierte Prozesse und Regeln halten.

Der Einsatz moderner Netzwerktechnologien, die sich im Rahmen einer IT-Konsolidierung, also der Zusammenfassung verschiedener Informationstechnologien, realisieren lassen, gehört mittlerweile zu den geschäftskritischen Faktoren. Dies wird bedingt durch immer komplexer werdende Unternehmensprozesse und steigende Herausforderungen an Sicherheit und Leistungsfähigkeit.

Netzwerktechnologien werden laufend weiterentwickelt, um Führungskräften und Mitarbeitern jederzeit und überall die für Entscheidungen notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Anwendungen und Daten müssen kostengünstig, sicher und zuverlässig, immer, überall und über jedes Endgerät beziehungsweise über jede Art der Netzwerkverbindung gezielt zur Verfügung gestellt werden können. Und das zu möglichst geringen Gesamtkosten.

Leicht nachzuvollziehen ist dabei der Ansatz, dass nur mittelständische Unternehmen, die ihre IT an der gesamten Wertschöpfungskette ausrichten, langfristig Erfolg haben und sich gegenüber dem Wettbewerb behaupten können. Allerdings gilt hier wieder einmal der altbekannte Spruch: „Leichter gesagt als getan!“ Denn immer komplexere Unternehmensstrukturen erschweren es, bestehende IT-Landschaften zu analysieren und optimale IT-Systeme aufzusetzen. Bei verschiedenen Standorten, bestehenden betrieblichen Kooperationen oder komplexen internen Organisationsstrukturen ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Hier gilt es, große Datenmengen erfolgreich zu „managen“ – und dabei darauf zu achten, dass jeder Fachbereich die für ihn nötige Perspektive auf den immer gleichen Datenpool erhält.

Wie kann also ein solches Geflecht optimal von der IT gestützt werden? Vor diesem Hintergrund ist es die erste Aufgabe des Entscheiders, die unterschiedlichen Daten, die Datenmengen und die Datenqualität mit den unterschiedlichsten Informationsbedürfnissen in Einklang zu bringen. Ziel ist dabei, vorhandene Datenquellen bestmöglich zu nutzen, nahtlose Prozessketten und Arbeitsabläufe zu sichern und ein flexibles Berichtswesen zu ermöglichen.

Voraussetzung hierfür ist wiederum eine einheitliche Datenbasis. Die zentrale Sammelstelle bildet deshalb ein leistungsfähiges und ausgereiftes Datenbanksystem. Außerdem verlangt die heterogene und große Anwendergruppe einen flexiblen Datentransport. Werden Bewegungen über Workflows realisiert, können Abläufe automatisch mitprotokolliert werden. So kann der Nutzer beispielsweise verfolgen, wer wann welchen Datensatz geändert hat.

Zudem erleichtert die automatisierte Dokumentation die Qualitätskontrolle. Beispielsweise können Abteilungen geänderte Stammdatensätze dezentral erfassen, eine Freigabe aber über einen Workflow in der Zentrale realisieren. Des Weiteren trägt eine sinnvolle IT dazu bei, Medienbrüche zu vermeiden, Manipulationsmöglichkeiten auszuschließen und Daten automatisiert zu übernehmen. Operative Verbesserungen ergeben sich durch Standardsoftwarefunktionen. So können über personalisierte Oberflächen auch ungeübte Benutzer Standardabfragen erstellen und einsehen.

IT sollte zudem für ein flexibles Reporting sorgen. Beispielsweise benötigt eine Tochtergesellschaft für ihre Bilanzierung nicht die gesamten Kennzahlen des Konzerns.

IT-Unterstützung sollte einen wesentlichen Beitrag dazu liefern, Informationsströme zu optimieren und darüber hinaus betriebswirtschaftliche Prozesse effizienter zu gestalten. Die größte Herausforderung ist dabei die Bereitstellung einer gemeinsamen Datenquelle, die dann anwenderspezifisch genutzt werden kann. Höchstes Ziel der angepassten Infrastruktur: einen nachhaltigen Mehrwert für alle Wertschöpfungsprozesse zu schaffen.

1. Aufgabe der IT: Optimierte Datenarbeit

  • Automatisierte Erfassung
  • Einheitliche Datenbasis
  • Qualitätskontrolle – Versionenkontrolle
  • Effizientere Prozessgestaltung
  • Mehrwert für alle Wertschöpfungsprozesse
  • Flexibles Reporting

Dieser Artikel wurde von der nextbusiness-IT Redaktion erstellt. „nextbusiness-IT – Exzellenz im Mittelstand“ ist eine bundesweite Leitthemenkampagne für den Mittelstand, die unter anderem die „Bibliothek des modernen IT-Wissens“ für den Mittelstand herausgibt. Diese Bibliothek können Sie hier kostenlos anfordern.

[Bild: G+F Verlags- und Beratungs-GmbH]

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