Heute, Sonntag den 14. Oktober 2007 ist es wieder soweit: Die internationale Normungsgemeinde feiert - wie in jedem Jahr - den Weltnormentag. Normen begleiten uns an jedem Tag der Woche, und auch wann diese Woche jeweils anfängt, ist durch eine Norm festgelegt: DIN ISO 8601 "Datenelemente und Austauschformate - Informationsaustausch - Darstellung von Datum und Uhrzeit" bestimmt unter anderem auch, dass die Kalenderwoche weltweit mit dem Montag und nicht mit dem Sonntag beginnt. Bedeutend geworden ist diese Norm darüber hinaus durch die in ihr geregelte Schreibung des Datumsformats.
Solche Festlegungen sind keine Lappalien, sondern von großer Bedeutung für die globalisierte Gesellschaft und Wirtschaft. DIN ISO 8601 regelt die Schreibung des Datumsformats, um den Informationsaustausch auf internationaler Ebene zu ermöglichen. So wird sichergestellt, dass mit der Zahlenreihe 2007-10-14T23:14:50 überall auf der Welt dasselbe gemeint ist - nämlich die Uhrzeit 23 Uhr, 14 Minuten und 50 Sekunden am 14. Oktober 2007. Das ist zum Beispiel wichtig in Bereichen wie Softwareanwendungen, Naturwissenschaften, Dokumentation und internationaler Korrespondenz.
Mit der schnell voranschreitenden Globalisierung und dem grenzen- und pausenlosen Wirtschaftsverkehr gewinnt die DIN ISO 8601 weiterhin an Bedeutung. Denn die Woche endet zwar am Sonntag, der weltweite Wirtschaftsverkehr aber endet nie. Normen sind die Straßen, auf denen er sich fortbewegt.
Das Deutsche Institut für Normung (DIN) wurde 1917 als Normenausschuss der Industrie in Berlin gegründet. Eine der bekanntesten Normen dürfte die DIN 476 sein, die 1922 erschienen ist. Sie regelt das Papierformat A4. Von den über 30.000 Normen in Deutschland sind die meisten von europäischen oder internationalen Normen übernommen. Europäische Normen müssen in deutsche Normen übertragen werden. Ihre Bezeichnung lautet dann: DIN EN.
Mit dem Weltnormentag, der an den Gründungstag (1947-10-14) der International Organization for Standardization (ISO) erinnert, soll der Beitrag der freiwilligen Normung zur weltweiten Handelsentwicklung, zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Erhöhung der Sicherheit sowie zur kontinuierlichen Verbesserung der Lebensqualität hervorgehoben werden. DIN vertritt die deutschen Interessen in der ISO. Über das DIN sind 27.000 deutsche Experten in der Normung weltweit aktiv. In 99 Prozent der ISO Technischen Komitees nehmen Vertreter Deutschlands als Mitarbeiter oder Beobachter teil.
Normen haben weltweit an Bedeutung gewonnen. Ziel dabei ist, einheitliche Normen zu finden. Denn damit wird der internationale Warenverkehr und Warenaustausch erheblich erleichtert. So orientiert sich China immer mehr an internationalen Standards. Nur die USA schotten sich durch nationale Normen noch immer stark ab.
Mehr Informationen unter:
[jf; Quelle: DIN Deutsches Institut für Normung e. V.; Bild: Fotolia]
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