AnpassungsfähigkeitSo gelingen Innovationen

Die Zyklen zur Anpassung an Veränderungen werden immer kürzer. Wichtig zu wissen, mit welchen Kriterien Innovationen gelingen.

In schnelllebigen Märkten sind flexible und individuelle Innovationsstrategien gefragt. Die folgenden Kriterien können bei der Etablierung und Umsetzung von Innovationen helfen:

Top-Management als Mentor neuer Ideen

Innovation ist Chefsache! Nur wenn das Management Innovationen will und fördert, wird ein Unternehmen tatsächlich innovativ sein können. Ein Manager, der sich nur für Unternehmenszahlen und nicht für die Innovation und damit den zukünftigen Kundennutzen interessiert, schafft ein Problem.

Denn: Nur mit innovativen Produkten und Dienstleistungen lassen sich auch gute Zahlen erzielen. Es ist die Aufgabe der Unternehmensleitung, neue Ideen einzubringen und diese auch von den Mitarbeitern einzufordern. An sie sollte deshalb Verantwortung abgegeben und auf ihr kreatives Potenzial vertraut werden, damit Ideen vielfältigen Quellen entspringen können.

Innovationskultur schaffen und leben

Innovationsdenken ist eine Haltung, die aktiv im Unternehmen verankert werden muss – als Grundvoraussetzung, um Mitarbeiter im Querdenken zu fördern und sie ihre Kreativität testen zu lassen. Sie müssen wissen, dass neue Ideen erwünscht und Fehler einkalkuliert sind. Dies zu kommunizieren und vorzuleben ist Aufgabe der Führungsriege. Herrscht in einem Unternehmen ein Klima der Angst oder verschließt sich das Management neuen Impulsen, hemmt und verhindert dies das Entstehen innovativer Ideen.

Regelmäßige Gesprächrunden über Abteilungsgrenzen hinweg oder internetbasierte Diskussionsplattformen sind geeignet, um den Dialog und den Ideenaustausch zu fördern. Auch HR kann mit Anreizsystemen die Innovationskraft stärken und die Mitarbeiter ermutigen, über neue Wege und Vorgehensweisen nachzudenken.

Innovationstrends rechtzeitig erkennen

Viele Innovationen verändern die Welt radikal. In der Regel haben Unternehmen ausreichend Zeit, darauf zu reagieren. Wer aufmerksam ist, einen intensiven Austausch mit seinen Kunden pflegt und auf den Wettbewerb achtet, kann die Trends herausarbeiten. Je diversifizierter ein Unternehmen aufgestellt ist, desto größer die Gefahr, eine wesentliche Entwicklung zu übersehen.

Innovationstrends zu generieren ist eigentlich Aufgabe des Vertriebs. Ein guter Vertriebler verkauft nicht nur die Produkte, sondern denkt daran, welche Produkte er morgen braucht, um weiterhin erfolgreich zu sein. Oft wird auch vom Kunden ein Problem aufgezeigt, für das es noch keine Lösung gibt. Signalisiert der Kunde Bereitschaft, deren Realisierung mit einer großen Bestellung zu honorieren, kann daraus ein Pilotprojekt initiiert werden, in dem Kunde und Lieferant gemeinsam ein neues Produkt oder eine neue Technologie auf den Markt bringen.

Geeignete Prozesse und Strukturen schaffen

Die Prozesse und Strukturen eines Unternehmens können Innovationen fördern, aber auch verhindern. Generell gilt: Je professioneller der Bereich Innovationsmanagement aufgestellt ist, desto höher die Chance auf Erfolg. Genau definierte Strukturen und Prozesse sowie ein klares Portfolio machen eine Organisation zukunftsfähig und versetzen sie in die Lage, auf Veräderungen angemessen zu reagieren.

Kooperationen und Förderungen nutzen

Wichtig für das Innovationsmanagement eines Unternehmens ist die Außenorientierung. Es gilt, sich ein Netzwerk an Know-how-Trägern in verschiedenen Disziplinen aufzubauen; es braucht ein Team für den technischen Bereich und eines, das den Markt beobachtet. Sonst ist die Gefahr zu groß, Produkte zu entwickeln, die vom Makrt nicht akzeptiert werden oder schlicht zu teuer sind.

Auch die enge Zusammenarbeit mit besonders fortschrittlichen Kunden und Lieferanten ist zu empfehlen, um deren Innovationspotenzial zu nutzen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Programme der Bundesregierung zur Förderung von Innovationen. Eines der bekanntesten ist das ZIM-Programm (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand).

Innovationen internationalisieren

Schwellenländer entwickeln sich zunehmend zu Ländern mit eigener Kaufkrauft – für deutsche Unternehmen entstehen so neue Märkte. Darüber hinaus gibt es in den entwickelten Ländern aufgrund steigenden Anspruchsdenkens und unterschiedlicher Anforderungen zunehmend das Bedürfnis nach Adaption der jeweiligen Produkte. Unternehmen sind somit gut beraten, ihre Innovationen zu internationalisieren. Hauptargumente sind die Nähe zum jeweiligen Markt, Schnelligkeit und Flexibilität vor Ort sowie die Chance, mit lokalen Know-how-Trägern zusammenzuarbeiten.

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