Basis SouveränitätGelassen und selbstbestimmt Erfolge verbuchen

Die wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Wochen haben uns gezeigt, dass Personen oder Unternehmen nur erfolgreich sein können, wenn sie es schaffen, Entwicklungen vorherzusehen oder zumindest schnell auf Veränderungen zu reagieren. Es gibt Menschen, die gelassen mit Krisen umgehen. Ihr Geheimnis: Sie sind souverän, schöpfen Kraft daraus und setzen diese Energie wertvoll für sich und andere wieder ein.

Souveränität bedeutet nicht, perfekt zu sein oder uneinge­schränkt Macht auszuüben. Wer pedantisch ist oder im zwi­schenmenschlichen Um­gang Dominanz verkörpert, versteckt hinter diesem Verhalten meist nur die eigene Unsicherheit. Doch was bedeutet Souveränität? Kann man sie erlernen? Trainieren? Oder bekommt man sie schon in die Wiege gelegt? Vielleicht nähern wir uns dem Thema einmal mit einer rein sub­jektiven De­finition, wohl wissend, dass diese ausbaufähig ist und sicher nicht alle möglichen Aspekte beinhaltet. Aber darauf kommt es gar nicht an, denn auch hier bedeutet Souveränität, das Best­mögliche zu tun und in dieser Gewissheit immer wieder loslassen zu können.

Souveränität

Souveränität (vom lateinischen „supranus“ = „darüber befind­lich, überlegen) bedeutet, eigenständig und selbstbestimmt zu denken, zu fühlen und zu handeln. Gerade in schwierigen Situa­tionen beweisen souveräne Menschen Eigeninitiative, weil sie ihre Ziele kennen und begeistert verfolgen. Souveräne Men­schen verfügen über die notwendigen fachlichen und sozialen Kompetenzen. Sie begegnen aufgrund positiver persönlicher Erfahrungen und gesichert durch ein persönliches Wertefunda­ment den Herausforderungen des Lebens gelassen. Dies alles geschieht auf der Basis eines wertvollen und dadurch souverä­nen Umgangs mit anderen Menschen.

Ist alles eine Frage der Souveränität?

Was macht manche Menschen so besonders? Warum haben manche mehr Erfolg als andere, leben glücklicher und zufriede­ner? Wann ist jemand eine ausgereifte Persönlichkeit? Erfolg oder Misserfolg, Glück oder Pech, innere Zufriedenheit oder ein immerwährendes Stre­ben nach mehr… Ist wirklich alles eine Frage der Souveränität? Und wenn Einzelne es schaffen, sich durch Souveränität von anderen positiv abzuheben, lassen sich diese Erfahrungen und Erkenntnisse ebenso auf ganze Teams übertragen? Viele souveräne Teams zusammengefasst ergeben ein souveränes Unternehmen. Und viele souveräne Unterneh­men ein souveränes Land! Wel­che Parameter sind also im tägli­chen Leben und miteinander gefragt, um möglichst viele Punkte auf das Sou­veränitätskonto zu bringen?

Zeichen der Souveränität

Wann fühlen wir uns richtig souverän? Wenn wir Herr der Lage sind, genau wissen, was passiert oder passieren muss. Souveränität heißt also, den Überblick zu haben, zu beobach­ten und wahrzunehmen. Manchmal eine Richtung vorzugeben, von Zeit zu Zeit aber auch einfach nur dahinzugleiten.

Souve­rä­nität heißt, Energie zu spenden für andere und Kraft aufzu­neh­men, um auftauchende Hindernisse elegant zu überwinden. Souveräne Menschen tun genau dies, sind bewegende Bei­spiele und engagierte Vorbilder. Sie bewirken Vieles und prägen ihr Umfeld in entscheidendem Maße positiv. Sie alle treffen be­wusst Entscheidungen, leben und führen nach vielen der hier aufgeführten Zeichen der Souveränität:

  • kreatives Vorausblicken statt mühsames Hinterherlaufen,
  • Teamgeist statt Einzelkämpfer,
  • Aufrichtiges Interesse für andere statt Egoismus,
  • Mitreißender Visionär sein statt Träumer,
  • Mutige Veränderung statt starrem Festhalten,
  • Innovation statt Ausruhen in der Komfortzone,
  • Förderndes Miteinander statt aufreibendes Gegeneinan­der,
  • Wertschätzung statt Verachtung,
  • Begeisterungsfähigkeit statt Frustration,
  • Kommunikation statt Konfrontation,
  • Vertrauen statt Misstrauen,
  • Eigendisziplin statt Verbissenheit.

Nur wer etwas bewirkt, ist souverän!

Nur wer sich engagiert, wer über das normale Maß hinaus moti­viert, zusammen mit anderen im Team, an einem Strang zieht, wird langfristig auch Erfolg haben. Doch das ist gar nicht so einfach: Motivation hat nicht jeder im Blut, Engagement ent­steht erst durch Freude an der Aufgabe und die Zusammenar­beit im Team will gelernt und trainiert sein.

Doch wer es schafft, all diese Aufgaben anzugehen und kontinuierlich daran zu ar­beiten, wird mit sich selbst zufriedener sein und auch auf andere Souveränität ausstrahlen. Aus dieser inneren Zufriedenheit und dem positiven Feedback des persönlichen Umfelds entsteht Stolz. Und stolz können und sollen Menschen auch sein. Stolz darauf, ins Handeln gekommen und einbezogen zu sein, etwas bewegt und einen Veränderungsprozess in Gang gebracht zu haben, ob unternehmerisch oder privat. Stolz spielt hier eine entscheidende Rolle, um auch weiterhin in allen Be­reichen sou­verän agieren zu können: Nur wer zufrieden und stolz ist, wird die Qualität seines Lebens steigern – und damit auch seine Leis­tungsfähigkeit. Und nur wer dies bei sich selbst tut, wird auch das Streben bei anderen Menschen erkennen und diese in ihrer Souveränität unterstützen.

[Bild: Fotolia.com]

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