BeschilderungDie Vorteile von Digital Signage: flexibel, relevant und modern

Digital Signage, die digitale Beschilderung, hat viele Vorteile in der Werbewirkung, auch wenn manche die hohen Anschaffungskosten dagegenhalten. Fehlende Konzepte behindern jedoch am häufigsten den Einsatz. Die Zukunftsprognose heißt dennoch: Wachstum und mehr Investitionen beim Digital Signage.

Dies belegt die Studie "Digital Signage. Die globale Studie". Sie erfasst nicht nur statistische Daten, sondern beleuchtet das Themenfeld Digital Signage auch qualitativ - basierend auf Befragungen von Marktteilnehmern, Experten und Vordenkern aus Industrie, Handel, Wissenschaft und den Dienstleistungsbranchen. Thematisiert werden die relevanten Marktteilnehmer mit ihren Geschäftskonzepten sowie die Chancen und Barriere des Marktes. Der Fokus liegt sowohl auf den aktuellen Entwicklungen von Digital Signage als auch auf zukünftigen Potentialen. Die Ergebnisse beschreiben die Märkte in Nordamerika, Europa und Asien, gehen aber auch auf weitere Regionen ein.

Digital Signage

Mit dem Begriff Digital Signage, digitale Beschilderung, werden alle Formen digitaler Werbe- und Informationssysteme zusammengefasst wie elektronische Plakate, elektronische Verkehrsschilder, Informations-Terminals in Geschäften, digitale Türbeschilderung oder Großbildprojektionen.

Die entscheidenden Vorteile von Digital Signage sehen die Befragten im schnellen Anpassen von Inhalten, der gezielten Ansprache von Zielgruppen und der ortsabhängigen Aussteuerung von Botschaften. Für Händler spielt zusätzlich auch das Argument "Modernität" eine entscheidende Rolle. Kostenersparnisse werden jedoch kaum als Nutzen gesehen - im Gegenteil: Digital Signage gilt sowohl bei Händlern als auch bei Agenturen noch immer als teuer.

Die Kommunikationsstrategie verpasst den Anschluss: Konzepte für Digital Signage fehlen noch

Als Barriere für den Einsatz von Digital Signage gelten fehlende Kommunikations- und Inhaltskonzepte. Dieser Aspekt wird nur durch Finanzierungsprobleme übertroffen: 57 Prozent aller Befragten glauben, dass Finanzierungsprobleme für das Scheitern relevant sind.

Marktwachstum über den POS hinaus

Bis 2010 wird ein jährliches Wachstum des Digital-Signage-Marktes um 32 Prozent erwartet. Als stark wachsende Märkte in Europa gelten dabei vor allem die osteuropäischen und südeuropäischen Märkte. Relativ verhalten wird das Marktwachstum in vielen mitteleuropäischen Märkten eingeschätzt: In Großbritannien und den Niederlanden ist der Markt bereits weit fortentwickelt. Dagegen gilt Deutschland als extrem schwierig. Auch wenn es schon heute Digital Signage in einer Vielzahl von Retail-Kontexten gibt, so wird zukünftig Bewegung vor allem in Bars und Restaurants, Convenience-Stores, Kaufhäusern, im Lebensmittelhandel und im Outdoor-Bereich erwartet.

Mehr Investitionen in Digital Signage

Mehr als 80 Prozent der weltweit befragten Agenturen und Markenartikler planen ihre Mediaspendings vor allem im Bereich Digital Signage und Online zu stärken. Dem stehen nur etwa 15 Prozent der Befragten entgegen, die above the line stärker investieren wollen. Zu berücksichtigen ist, dass Digital Signage jedoch von einer relativ marginalen Marktposition startet. Folgerichtig schätzen die Experten den bis 2010 erreichbaren Anteil von Digital Signage am Gesamtwerbemarkt auch auf nicht höher als 5 Prozent.

Zur Studie

Im Auftrag des globalen Marketing-at-Retail Verbandes POPAI hat die Gesellschaft für innovative Marktforschung (GIM) mit Unterstützung von Publicis Frankfurt im Herbst 2007 über 1.000 Marketingentscheider und Branchenexperten aus 60 Ländern befragt. Die Studie "Digital Signage. Die globale Studie" ist ab Mitte Mai in zwölf Sprachen erhältlich und kann bereits jetzt bei POPAI bestellt werden: http://www.popaiDS.org. Die Ausgabe in Deutsch kostet 1.750 Euro zzgl. MwSt. Sonderpreise gibt es für POPAI-Mitglieder sowie für Wissenschaftler und Marktforscher. Weitere Sponsoren neben Publicis sind Goldbach Media, Hughes, Mood Media, NEC, TripleDoubleU und Samsung.

[po; Quelle: Publicis Consultants Deutschland; Bild: Fotolia.com]

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