BrandingWie Sie selbst zu einer Marke werden

Marken bürgen in den Augen der meisten Kunden für Qualität und Zuverlässigkeit. Mehr noch: Sie lassen auf Erfolg schließen, transportieren häufig ein bestimmtes Image und bescheren nicht nur funktionalen Nutzen, sondern auch Erlebnis. Diese aus dem Bereich der Warenwelt bekannten Vorzüge können sich auch Menschen zunutze machen, indem sie zu Marken werden.

Gastbeitrag von Robert Spengler, Berglern/München *

Wie das geht? Durch das Erkennen des eigenen Typus und Verbindung mit der weiterhin unabdingbaren Fachkompetenz. Umfassendes Persönlichkeitsmarketing ist gefragt, das weit über das Übliche hinausgeht. Während bisher in der Regel herausragendes fachliches Wissen und die so genannten Soft Skills im zwischenmenschlichen Bereich herausgestellt wurden, geht es in Zukunft vor allem um den Menschen als Persönlichkeit.

Das bedeutet: Der Mensch muss genau das schaffen, was Unternehmen mit einem Markenprodukt gelingt: Er muss unverwechselbar sein und glaubwürdig hohe Qualitäten besitzen. Vor allem aber muss er andere Menschen auf deren emotionalen Schiene erreichen, also begeistern, faszinieren, überzeugen können. Es leuchtet unmittelbar ein, dass dies niemals allein mit fachspezifischen Fertigkeiten und sozialer Kompetenz gelingen kann.

Beispiel Bewerbung

Nehmen wir das Beispiel Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle, zum Beispiel eine Führungsposition. Hier klopfen zum einen stets viele Mitbewerber an die Tür, die eine nahezu identische fachliche Qualifikation nachweisen können und über ähnliche Berufserfahrung verfügen. Eine Situation, die an die zunehmende Vergleichbarkeit im Produktekosmos erinnert. Auch die meisten Markenprodukte haben keinen größeren objektiven Nutzwert als ihre konkurrierenden No-Name-Produkte.

Zum anderen wissen wir seit den Forschungen des Sozialpsychologen Albert Mehrabian, wie eine Botschaft den Empfänger erreicht: Nur 7 Prozent steuert dabei der Inhalt bei, 55 Prozent beziehungsweise 38 Prozent aber werden durch Körpersprache und Stimme transportiert. Folgerung: Professionelle Kommunikation auf allen Ebenen ist unerlässlich, um andere zu einem „Ja“ zu bewegen, sie von den eigenen Ideen und Konzepten zu überzeugen.

Überzeugende Kommunikation

Wirklich effizient wird die Kommunikation allerdings erst, wenn sie typgerecht ist. Zu den Kriterien gehören die Wortwahl, die Länge der Sätze, die emotionalen Botschaften, der Einsatz der Stimme und vieles mehr. Über alle diese Kommunikationskanäle sollte reflektiert werden, um die große Bandbreite der möglichen Variationen zu erkennen.

Wichtig ist auch der Beitrag von Gestik und Mimik, also der Körpersprache. Einem eher kühlen, rationalen Gesprächspartner gegenüber sollte sie nur reduziert eingesetzt werden, während ein emotionaler Typ positiv auf temperamentvolle Beiträge des Körpers – beispielsweise mit Händen oder durch wechselnde Gesichtsausdrücke - reagiert.

Zur Überzeugungsarbeit gehört außerdem das „Verkaufen“ der eigenen Person, wobei wir wieder bei der Marke Mensch sind. Wie ein Markenprodukt muss auch der Mensch intensive Präsenz zeigen und das geht nur, wenn seine inhaltliche Botschaft und seine Persönlichkeit zur Einheit werden. Erster Schritt zu diesem Ziel ist die Selbsterkenntnis.

Jeder sollte seinen Typ kennen

Jeder sollte also wissen, was er für ein Typus ist, denn nur dann kennt er seine von der fachlichen Seite unabhängigen Potenziale. Unterscheiden lassen sich vier Grundtypen, für die ich die folgenden Bezeichnungen entwickelt habe: Der General ist ein durchsetzungsstarker Macher, der seinen Erfolg demonstrieren möchte. Er entscheidet schnell und zielstrebig. Demgegenüber ist der Sunny ein kreatives Original. Stets offen für Neues, probiert er gerne alles, was gerade erst Trend wird.

Als akkurater Analyst lässt sich der Detailist beschreiben, für den Fakten oberste Priorität haben. Er reagiert zunächst grundsätzlich skeptisch und fordert gute Argumente. Der Sensiblo schließlich braucht als gefühlsbetonter Kommunikator die persönlich gefärbte Beziehung zu anderen Menschen. Das sind allerdings nur Kurzbeschreibungen. In der Realität kommen fast nur Mischformen vor.

Der dominierende Typus anderer Menschen lässt sich relativ treffsicher anhand eines Quick-Checks einschätzen, der zum Beispiel Kleidungsstil und Wortwahl berücksichtigt. Wie aber kann der eigene Typus entdeckt werden? Dafür gibt es im Rahmen der Potenzialberatung komplexe und praxiserprobte Analysemethoden.

Wer seinen Typus kennt, hat allerdings noch keinen Marken-„Status“. Logischerweise gibt es wesentlich mehr Marken als Typen, denn jeder Mensch kann prinzipiell zur Marke werden. Mit anderen Worten: Der Weg vom markanten Typen zur Marke ist ein langer und ein stetiger Prozess.

Er beginnt mit dem Training des bewussten Einsatzes der eigenen Stärken, welche die Potenzialberatung offenbart hat. Außerdem müssen diese sozialen Kompetenzen mit den fachlichen verbunden werden, genauer: Sie sollten sich gegenseitig unterstreichen. Wie die Kombination gelingt, vermittelt ebenfalls ein Training.

Wer seine Stärken kennt, sie gekonnt in die Waagschale wirft, der hat alle Voraussetzungen geschaffen, andere zu begeistern und mitzureißen. Und das ist das Sprungbrett zum Erfolg!

Robert Spengler aus Berglern/ München ist Stratege für Persönlichkeitsmarketing. Nähere Infos zu seinen Angeboten sind im Internet unter www.robert-spengler.de zu finden.

Kontakt:
Robert Spengler
Am Dorfanger 5
85459 Berglern


Telefon: 0 87 62 - 72 53-20
Fax: 0 87 62 - 72 53-21
E-Mail: welcome@robert-spengler.de

[Bild: Photocase.com]

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