CMSLadezeit bei WordPress verkürzen – die 6 wichtigsten Maßnahmen

Webseiten mit WordPress sind nicht die schnellsten. Doch lange Ladezeiten müssen nicht sein. Sechs Maßnahmen bringen eine deutliche Beschleunigung.

Eine schnelle Webseite ist essenziell in puncto Nutzerfreundlichkeit. Mit jeder Sekunde Wartezeit gehen 16 Prozent der Kundenzufriedenheit über Bord. Auch bei der Suchmaschinenoptimierung spielt die Geschwindigkeit eine große Rolle. Google bevorzugt Seiten, die schneller laden. Das macht die Verkürzung der Ladezeit zu einer wichtigen SEO-Angelegenheit. Wie sich die Ladezeit einer WordPress-Webseite verkürzen lässt, zeigen die folgenden sechs Tipps.

Bevor es an die Optimierung geht, sollten die aktuellen Ladezeiten der Webseite angeschaut werden. Mit kostenlosen Tools wie Pingdom oder GTMetrix lässt sich die Ladezeit einer Website beurteilen und analysieren.

1. Hosting

Bereits bei der Wahl des Hostings wird der untere Grenzwert für die Ladezeit einer Webseite gesetzt. Egal, wie viel optimiert und verbessert wird: Eine Seite kann nicht schneller laden, als es das Hosting erlaubt. Dementsprechend ist dies eine wichtige Komponente, die bei der Wahl des Hosting-Anbieters unbedingt beachtet werden muss. Zum einen ist hier die durchschnittliche Ladezeit des Anbieters natürlich von entscheidender Bedeutung, zum anderen unterscheiden sich die Anbieter auch in den Ausfallzeiten. Im besten Fall kann der Anbieter verschwindend geringe Ausfallzeiten und konstant niedrige Ladezeiten vorweisen.

2. Theme

Die Wahl des Themes hat ebenfalls einen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit einer Webseite. Mit Blick auf die beliebtesten Themes auf „Themeforest“ lässt sich schnell feststellen: sogenannte Multifunktions-Themes sind äußerst beliebt. Diese Themes, wie „Avada“, basieren auf Shortcode und zeichnen sich vor allem durch Anfängerfreundlichkeit und Funktionalität aus. Das heißt, sie sind vollgepackt mit Funktionen und Features, um auch für einen Neueinsteiger so ziemlich jede erdenkliche Art von Webseite zu ermöglichen.

Die vielen Funktionen solcher Themes vereinfachen das Erstellen einer Seite. Das klingt erst mal gut – wirkt sich aber negativ auf die Ladezeit einer Webseite aus. Die meisten Funktionen bleiben ungenutzt und sind nur Ballast für die Webseite.

Im Kontrast dazu stehen leichtere Themes wie „Astra“. Ohne Shortcode versprechen sie weitaus schnellere Ladezeiten. Sie setzen auf ein blankes und schlichtes Grundgerüst, das dafür umso mehr Freiraum für die individuelle Gestaltung lässt.

In Verbindung mit einem guten Pagebuilder wie „Elementor“ steht es auch hier gut um die Anfängerfreundlichkeit. Ein leichteres Theme ist also selbst für Neulinge zu empfehlen, um eine rasante Ladezeit zu erzielen.

3. Bilder optimieren

Bilder werden immer beliebter auf Webseiten aller Art. Sie veranschaulichen die Inhalte und helfen bei der Aufnahme von Informationen. Je mehr Bilder sich auf einer Seite befinden, desto wichtiger wird das richtige Einbetten der Bilder. Da jedes einzelne Bild geladen werden muss, geht es hier hauptsächlich darum, die Größe der Bilddateien so gering wie möglich zu halten. Einsparungen von mehreren Megabyte pro Seite sind oft möglich. Je weniger Daten übertagen werden müssen, desto kürzer die Ladezeit. Die Größe der Bilddateien hängt hauptsächlich von zwei Faktoren ab: Von der Bildgröße (in Pixel) und vom Dateiformat und der Komprimierung.

Bilder sollten nur so groß eingefügt werden, wie die dargestellten Informationen danach verlangen. Mit jedem Pixel wird auch die Datei größer. Wer Bilder größer als notwendig verwendet, zahlt mit zusätzlicher Ladezeit.

Komprimierung und Dateiformat haben ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Dateigröße der Bilder. Das JPEG-Format kann sehr stark komprimiert werden. Mit einer starken Komprimierung geht allerdings auch ein hoher Qualitätsverlust der Bilder einher. Die Komprimierung beim PNG-Format ist zwar verlustfrei. Durch das verlustfreie Komprimieren bleiben die Bilddateien aber größer als beim JPEG-Format. Deshalb empfiehlt es sich, JPEG für Fotos zu verwenden, weil bei Fotos der Qualitätsverlust weniger auffällt. PNG eignet sich gut für Logos, Grafiken und Bilder mit transparenten Bereichen. Mit kostenlosen Tools wie „Shortpixel“ können oft immense Einsparungen gemacht werden, ohne die Qualität zu sehr leiden zu lassen.

4. „Lazy Load“ aktivieren

Wie sehr Bilder auch komprimiert und zugeschnitten werden: Viele Bilder verlängern die Ladezeit. Es muss also die Anzahl der Bild- und Videodateien reduziert werden, die beim Aufruf der Webseite geladen werden müssen. Dafür sorgt Lazy Load. Mit Lazy Load werden immer nur die Inhalte geladen, die auch sichtbar für den Nutzer sind. Bilder werden erst dann geladen, wenn sie relevant werden. Die Zeit, die WordPress benötigt, um Interaktivität für den Nutzer zu schaffen, wird wesentlich verringert. Die Integration von Lazy Load in WordPress kann mithilfe von kostenlosen Plugins wie „Lazy Load by WP Rocket“ übernommen werden.

5. Caching

Caching ist eine weitere Funktion, welche für schnellere Ladezeiten sorgt. Im Cache werden Daten zwischengespeichert, die bei jedem Besuch der Webseite erneut abgerufen werden müssen. Bei jedem folgenden Besuch ist es dann nicht mehr notwendig, den vollen Datensatz zu laden. Wie auch beim Lazy Load lässt sich Caching mit kostenfreien Plugins wie „WP Fastest Cache“ leicht zu WordPress hinzufügen. Auch wenn der Gebrauch von Caching nicht sonderlich kompliziert ist, so ist der Einfluss nicht zu unterschätzen. Oft können Verbesserungen von mehreren Sekunden verbucht werden.

6. HTML, JavaScript & CSS komprimieren

Je länger der Code, der beim Abrufen einer Webseite gelesen werden muss, desto mehr Zeit wird dafür benötigt. Oft ist der Code jedoch länger als für den Browser nötig. Mit einem Plugin wie „Autoptimize“ lässt sich der Code zusammenfassen und verkürzen, indem überflüssige Zeichen entfernt werden. Das sorgt für kleinere Dateigrößen und damit für schnellere Ladezeiten.

Fazit

Die Ladezeit wird von vielen Faktoren beeinflusst. Bei der Optimierung der Ladezeit geht es darum, Dateigrößen im Front- wie auch Backend durch Komprimierung von Bildern und Code in Grenzen zu halten. Außerdem ermöglichen Plugins für Lazy Load und Caching den Ladevorgang selbst effektiver zu gestalten. Auch wenn diese Möglichkeiten viel zur Verbesserung der Ladezeit beitragen, ist ein starkes, schnelles Hosting das Fundament einer schnellen Webseite.

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