CoronaPR-Tipps für die Wiederöffnung

Die Zeit nach Corona wird für viele Unternehmen zu einer echten Herausforderung. Kommunikation ist das Gebot der Stunde.

In der Stunde der Neuorientierung ist Kreativität und Handlungswille gefragt. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Kommunikation. Noch halten sich die meisten Unternehmen zurück. Zu ungewiss sind die kommenden Wochen. Was heute noch richtig erscheint, hat morgen schon seine Bedeutung verloren. Authentizität ist deshalb für alle Maßnahmen die wichtigste Grundlage. Analysieren und Handeln, aber kein blinder Aktionismus. In Krisensituationen suchen Konsumenten Vertrautes und Vertrauen. Wenn Unternehmen dieses Vertrauen liefern können, werden sie zu den Gewinnern der Nachkrisenzeit gehören.

Wie sollten Unternehmen jetzt kommunizieren? 7 Tipps, die Unternehmen auf jeden Fall berücksichtigen sollten, um das eigene Geschäft schnell wieder hochzufahren, um Bestandskunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen.

1. Denken Sie wie die Kunden

Wer jetzt Produkte oder Dienstleistungen verkaufen will, der sollte sich noch mehr als sonst üblich in die Lage seiner Kunden versetzen. Vor welchen Herausforderungen stehen Ihre Kunden in den kommenden Wochen? Für welche Probleme werden Lösungen gesucht? Je klarer Sie diese Fragen beantworten, umso besser können Sie Ihre eigenen Produkte oder Dienstleistungen daran anpassen.

Jetzt sind keine Standardantworten gefragt, sondern individuelle Lösungen. Überprüfen Sie aber, ob Ihr Angebot zu den aktuellen Entwicklungen passt und wo Sie Anpassungen vornehmen sollten. Das müssen keine dauerhaften Veränderungen sein. Vielleicht reichen kurzfristige Anpassungen, um die kommenden Monate zu überleben. In der Krise verkauft sich Vertrauen. Jetzt geht es nicht um Luftschlösser und Großaufträge. Jetzt geht es um niedrigschwellige Angebote, um Kunden für sich zu gewinnen.

2. Schätzen Sie Ihre Kapazitäten realistisch ein

In den kommenden Monaten wird Verlässlichkeit ein wichtiger Faktor, um Kundenvertrauen zu gewinnen und damit neue Umsätze zu generieren. Deshalb sollten Sie überprüfen, ob und in welchem Umfang Sie auch tatsächlich liefern können. Seien Sie optimistisch, aber bleiben Sie realistisch. Analysieren Sie kühl und sachlich und nicht aufgeschreckt und panisch.

Überprüfen Sie, ob die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Neustart geschaffen sind. Wieviel Personal benötigen Sie? Haben Sie bereits Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt? An dieser Stelle müssen Sie klare Entscheidungen mit längerfristigen Auswirkungen treffen. Schnell bewegen sich Unternehmen an diesem Punkt auf dünnem Eis. Lassen Sie sich lieber beraten, bevor Sie falsche Entscheidungen treffen.

3. Kommunizieren Sie offen und authentisch

Momentan sind die meisten Unternehmen in Deutschland mehr oder weniger existenzbedrohend von der Corona-Krise betroffen. Machen Sie sich klar: Sie sind nicht der einzige, der in Schwierigkeiten ist. Sie können sich aber deutlich von Ihren Mitbewerbern absetzten, wenn Sie offen und authentisch kommunizieren. Sprechen Sie Ihre Schwierigkeiten offen an und formulieren Sie eine klare Botschaft. Zeigen Sie Ihrer Umwelt, an welchen Stellen Sie von der Krise betroffen sind, wie Sie darauf reagieren, wie Sie gegebenenfalls Ihren Beitrag zur Lösung der Pandemie leisten und welche Maßnahmen Sie nun für den weiteren Geschäftsbetrieb treffen.

Kommunizieren Sie auf Augenhöhe mit Ihren Beschäftigten. Auch die sind in dieser Zeit verunsichert und müssen sich auf neue Herausforderungen am Arbeitsplatz einstellen. Hinzu kommen unsichere wirtschaftliche Zeiten, zumal wenn Ihre Mitarbeiter bereits in Kurzarbeit sind. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter offen und regelmäßig über die weitere Entwicklung. Das betrifft die wirtschaftlichen Prognosen zum Unternehmen genauso wie die zukünftig anzuwendenden Sicherheits- und Hygienevorschriften. Mitarbeiter jetzt im Boot zu halten, kann sich für den weiteren Verlauf der Krise als erfolgskritisch herausstellen.

4. Termin zur Wiederöffnung muss sicher sein

Halten Sie sich mit einem konkreten Termin zur Wiederöffnung zurück, wenn die politischen Rahmenbedingungen noch unklar sind. Seien Sie aber nicht unkalkulierbar, sondern stellen Sie schon jetzt neue Entwicklungen in Aussicht, die Sie dann auch wirklich leisten können.

5. Gehen Sie mit den Preisen nicht in den Keller

In Krisenzeiten Preisnachlässe zu gewähren ist zwar ein übliches, aber selten erfolgreiches Mittel zur Wiederbelebung. Es bringt Ihnen nichts, wenn Sie mit Ihren Preisen tief in den Keller gehen, nur um etwas zu verkaufen. Es wird für Sie bereits problematisch, wenn Sie dann die Preise wieder erhöhen. Überzeugen Sie Ihre Kunden mit speziellem Service oder neuen Angeboten. Rabatte dürfen dann auch sehr zurückhaltend zur Wiedereröffnung genutzt werden.

6. Wenden Sie sich an lokale Redaktionen

Schalten Sie die Lokalpresse ein und kommunizieren Sie Ihre Probleme in der Vergangenheit und Ihre Vorfreude für die Zukunft. Vor allem lokale Tageszeitungen und deren Leser sind an Geschichten interessiert, wie die Unternehmen aus der Nachbarschaft mit der aktuellen Situation umgehen. Greifen Sie einfach zum Hörer und rufen Sie den zuständigen Lokalredakteur an. Eventuell treffen Sie ihn im Homeoffice.

7. Planen Sie schon jetzt die Zukunft

Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Jetzt ist es Zeit für neue Produkte und Dienstleistungen. Nur so funktioniert ein Neuanfang nach der Krise und Sie bringen neuen Schwung ins Geschäft. Wenn Sie jetzt mit kreativen Lösungen punkten können, dann haben Sie die Grundlage geschaffen, um die Krise irgendwann erfolgreich hinter sich zu lassen.

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