Das innovativste UnternehmenHarro Höfliger ist „Innovator des Jahres 2009“

Die Harro Höfliger Verpackungsmaschinen GmbH erhält in diesem Jahr den Hauptpreis des bundesweiten Unternehmensvergleichs „Top 100“. Der Maschinenbauer aus dem schwäbischen Allmersbach im Tal überzeugte die Jury mit seiner ganzheitlichen Herangehensweise an das Thema Innovation.

Im Rahmen der Wirtschaftsinitiative wurde bereits zum 17. Mal außergewöhnlich gutes Innovationsmanagement in mittelständischen Unternehmen ausgezeichnet. Lothar Späth, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a. D., überreichte den Preis am 26. Juni 2009 bei einem Festakt im Gästehaus Petersberg in Königswinter an den geschäftsführenden Gesellschafter Harro Höfliger. 

„Mit der Harro Höfliger Verpackungsmaschinen GmbH wird in diesem Jahr ein kreativer Mittelständler ausgezeichnet, bei dem Innovation selbstverständlicher und zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie ist. Zudem lebt er Innovation und Gestaltung ganzheitlich und sollte damit jedem mittelständischen Unternehmen im Produktionsstandort Deutschland als Motivation dienen, sich intensiv dem Thema Innovation zu widmen“,

erläutert Jurymitglied Prof. Dr. Roland Berger das Votum des „Top 100“-Gremiums. Das eigentümergeführte Familienunternehmen plant, entwickelt, fertigt und installiert mit mehr als 520 Mitarbeitern Sonder- und Standardverpackungsmaschinen, vornehmlich für die Pharmaindustrie. Der „Innovator des Jahres“ hat sich seit der Gründung 1975 von einer Reparaturwerkstätte für Kartoniermaschinen zum ganzheitlichen Systemanbieter für Verpackungs- und Automatisierungslösungen entwickelt.

Das Unternehmen beeindruckte auch mit seiner konsequenten Orientierung auf Innovationsziele. Seinen Umsatz hat es seit 2004 auf circa 94 Millionen Euro im Jahr 2008 verdoppelt. Das ungewöhnlich innovative Potenzial der Harro Höfliger Verpackungsmaschinen GmbH zeigt sich auch in der hohen Anzahl an Patentanmeldungen pro Jahr. Neuprodukte des Unternehmens der letzten drei Jahre haben einen Anteil von 90 Prozent am aktuellen Umsatz und Gewinn.

Erreicht wird das unter anderem, weil Innovation bei Harro Höfliger eine Sache von jedem Mitarbeiter ist und die Kunden konsequent in die Entwicklung eingebunden werden. Das Top-Management verbringt 60 Prozent seiner Arbeitszeit mit dem Thema und stellt mit 16 Prozent des Umsatzes ein beachtliches Innovationsbudget bereit. Das Innovationsklima ist geprägt durch einen offenen und respektvollen Umgang miteinander.

Das Management motiviert seine Mitarbeiter dabei laufend zur Innovation und fördert gezielt deren Eigenverantwortlichkeit. Der Mitarbeiternachwuchs wird zum überwiegenden Teil selbst herangebildet. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 60 Auszubildende. Der Innovations- und Entwicklungsprozess ist laut dem wissenschaftlichen Leiter von „Top 100“, Prof. Dr. Nikolaus Franke, in vorbildlicher Weise klar und umfassend geregelt.

Das zeigt sich neben der engen Zusammenarbeit mit Kunden und Forschungseinrichtungen auch in intensiven Kooperationen mit mittelständischen Mitanbietern aus der Region. Die geht sogar so weit, dass mit Kooperationspartnern gemeinsame internationale Vertriebsniederlassungen gegründet wurden. Franke sagt dazu:

„Ein schönes Beispiel dafür, wie Mittelständler durch die Bündelung von Ressourcen den eigenen Marktauftritt verbessern können.“

Für die Ehrung musste das Unternehmen ein strenges zweistufiges Verfahren der Wirtschaftsuniversität Wien überstehen. Untersucht werden dabei die Bereiche

  • „Innovationsklima“,
  • „Innovative Prozesse und Organisation“,
  • „Innovationsförderndes Top-Management“,
  • „Innovationsmarketing“ sowie
  • „Innovationserfolg“.

Die 100 Besten erhalten das Gütesiegel „Top 100“.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die 100 Top-Innovatoren Herausforderungen kraftvoll angehen und so beispielsweise für die aktuelle wirtschaftliche Situation gut gerüstet sind“,

kommentiert Prof. Dr. Nikolaus Franke die Analyse. So erwirtschaften die ausgezeichneten Unternehmen zwei Drittel ihres Umsatzes mit Innovationen und innovativen Verbesserungen der vergangenen drei Jahre – bei einer Vergleichsgruppe deutscher Mittelständler sind es gerade einmal 30 Prozent.

Zudem konnten die Top-Unternehmen durch Prozessinnovationen ganze 12 Prozent ihrer Kosten einsparen, „Durchschnittsmittelständler“ sparten lediglich 4 Prozent. Die Folge: Unter den diesjährigen „Top 100“ finden sich 54 nationale Marktführer, 22 sind in ihrem Tätigkeitsfeld sogar weltweit die Nummer eins. Insgesamt hatten in diesem Jahr 319 Unternehmen an „Top 100“ teilgenommen.

Hinweis

Organisiert wird die Initiative von der Überlinger compamedia GmbH. Interessierte Unternehmen können sich ab sofort unter www.top100.de bewerben, Teilnahmeschluss ist der 30. Oktober 2009.

[po; Quelle und Bild: compamedia]

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