Das Spielphänomen - Strategien Richtung Zukunft

Viele Wirtschaftsexperten erwähnen oft das Thema der flexiblen Strategien in unterschiedlichen Kontexten. Bei der ganzen Mannigfaltigkeit der Ansätze zu diesem Thema lässt sich jedoch eines schnell nachvollziehen: Das Thema der flexiblen Strategien wird unmittelbar in einem ergänzenden Verhältnis zu dem Thema der Zukunft angesehen und dementsprechend nachgefragt.

Viele Wirtschaftsexperten erwähnen oft das Thema der flexiblen Strategien in unterschiedlichen Kontexten. Bei der ganzen Mannigfaltigkeit der Ansätze zu diesem Thema lässt sich jedoch schnell nachvollziehen, dass das Thema der flexiblen Strategien unmittelbar in einem ergänzenden Verhältnis zu dem Thema der Zukunft angesehen und dementsprechend nachgefragt wird.

Man begegnet diesem Themenkreis in den aktuellen Massenmedien sowohl im Zusammenhang mit der Politik und Wirtschaft, als auch Business, Management und Marketing. Eine signifikante Stellung nimmt die begriffliche Reihe der flexiblen Strategien Richtung Zukunft auch im Bereich des modernen Personalmanagements ein. Und da ist es oft die Rede weniger von flexiblen Strategien, als von eher universalen, wettbewerbresistenten Lösungen, die solche übergreifende Aspekte wie Unternehmensführung, Personalentwicklung und Motivation miteinbeziehen.

Große und kleine Unternehmen sind davon betroffen

Diese Gegebenheit konstituiert sich als marktorientierte Problematik in den großen Konzernen und mittelständischen Unternehmen mit der gleichen Intensität. Denn die einen wie auch die anderen sind gleichermaßen mit dem rasanten Entwicklungsprozess von der Industrie- zur Dienstleistungs- und von der Informations- zur Technologiegesellschaft konfrontiert.

Das Spiel als "kommunikatives Tun"

Mit anderen Worten, es erzeugt sich ein komplexes Spielphänomen auf der Mikro- und Makroebene, das eine energische Teilnahme von allen fordert. Hans–Georg Gadamer bezeichnet in diesem Sinneszusammenhang das Spiel als ein ‚kommunikatives Tun‛, das „nicht eigentlich den Abstand kennt zwischen dem, der da spielt, und dem, der sich dem Spiel gegenübersieht. Der Zuschauer ist offenkundig mehr als nur ein bloßer Beobachter, der sieht, was vor sich geht, sondern ist einer, der am Spiel „teilnimmt“, ein Teil von ihm.“

Gerade diese auf den ersten Blick ziemlich plausible Erklärung legitimiert die Hauptregel des Spielphänomens in der modernen Gesellschaft und liefert weitere Impulse für das umfassende Begriffsverständnis der flexiblen Strategien Richtung Zukunft. Denn das Spiel spielt sich nicht nur auf der individuellen, sondern auch auf der kollektiven Ebene ab. Oft wird dies übersehen.

Fähigkeiten von Mitarbeitern werden unterschätzt

Im Businesskontext der Unternehmensführung und der Personalentwicklung kommt es zum Beispiel besonders deutlich dann zum Ausdruck vor, wenn bei den intelligenten Unternehmensentwicklungsstrategien die Ressourcen und die Selbstqualifikationsfähigkeiten der Mitarbeiter pauschalisiert oder aber von Anfang an stark unterschätzt werden. Auf der individuellen Ebene der Mitarbeiter wirkt solch eine Einstellung bzw. Vorgehensweise demotivierend und auf der kollektiven Ebene programmiert sie ein ganzes Unternehmen auf eine demotivierende Zukunft.

Um den zukünftigen Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, scheint es daher in der heutigen Wirtschaftssituation besonders notwendig die Frage nach einer innovativen Flexibilität und dadurch nach einem neuen ,kommunikativen Tun‛ zu stellen. Nach einer innovativen Flexibilität und dadurch nach einem neuen ,kommunikativen Tun‛, in dem ,Oben bald Unten und Unten Oben‛ ist; wie es Thomas Mann in seinem Roman „Joseph und seine Brüder“ im Bezug auf die kulturell-historischen Abläufe der Geschichte der Menschheit beschrieben hat.

Folgerungen für Unternehmensführung und Personalentwicklung

Für Unternehmensführung und Personalentwicklung bedeutet dies eine Umstrukturierung oder womöglich einen Übergang vom traditionellen linearen zum innovativen sphärischen Managementdenken, in dem die hierarchisch aufgebaute und ausgediente Formel des Unternehmertums: Unternehmensführung => Personalentwicklung => Mitarbeiter durch eine zukunftsorientierte wechselhafte Entwicklungsperspektive des Beziehungsmanagements ersetzt wird. Denn die wechselseitige Entwicklungsperspektive erzeugt in diesem Zusammenhang eine rollende Bewegung und ermöglicht somit ein ,kommunikatives Tun‛, in dem der Mitarbeiter nicht nur der passive Endempfänger, sondern ein aktiver Teilnehmer der flexiblen Strategien Richtung Zukunft ist. Die Zukunft selbst wird dann keine abstrakte Begrifflichkeit mehr, sondern das steuerbare und visualisierte Zentrum des ,kommunikativen Tuns‛ „Da“ – „Zwischen“.

Mit folgender Graphik wird es verdeutlicht:

Lineare Managementdenkweise:

Sphärische Managementdenkweise:

Auf diese Art und Weise entstehen die neuen Flexibilitätsformen des Beziehungsmanagements innerhalb einer Unternehmenskultur sowohl auf der individuellen, als auch auf der kollektiven Ebene. Sie ermöglichen dementsprechend ein abwechselungsreiches ,kommunikatives Tun‛ und programmieren das Unternehmen auf die erfolgreiche Zukunft, in der die Unternehmensführung, Personalentwicklung und Mitarbeiter aktive, gleichberechtigte Teilnehmer und keine passiven Zuschauer eines gemeinsamen „Spiels“ sind. Das Abstrakte wird zum Konkreten und die Zukunft wird zu der Gegenwart, in der schon heute eine universale Lösung vorhanden ist.

[Bild: PhotoCase]

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