EffizienzsteigerungSo setzen Sie Kostenspar-Signale!

Viele Unternehmen möchten jetzt gerne Kosten senken. Doch damit entsprechende Maßnahmen nicht ins Leere laufen, sollten Sie Ihre Mitarbeiter von deren Notwendigkeit überzeugen und in Ihrem Unternehmen ein Klima der Sparsamkeit erzeugen. Setzen Sie die richtigen Signale, um Ihre Ziele klar zu vermitteln!

Vergünstigungen reduzieren

In manchen Unternehmen ist es üblich, dass neben Getränken wie Kaffee und Mineralwasser auch teure Getränke (Säfte) frei sind. Wenn Sie diesen Service streichen, tun Sie es mit dem Hinweis, dass das Unternehmen Kosten sparen muss. Je nach Kostenpunkt sollen die Mitarbeiter nun alle oder nur die teuren Getränke selbst kaufen. Dies lässt sich durch Sammelbestellungen zum Beispiel kostengünstig organisieren. Wenn Sie Getränkeautomaten haben, an denen die Getränke bezuschusst wurden, können Sie die Preise erhöhen und in einem Rundschreiben erklären, warum der Zuschuss gekürzt werden muss.

Bescheidener feiern

Feste wie Weihnachtsfeiern sollten auch aus Kostengründen nicht einfach ausfallen, denn sie sind wichtig für den Zusammenhalt der Mitarbeiter und das Betriebsklima. Dennoch sollten Sie auch hier ein Kostensparsignal setzen, indem Sie die Feste bescheidener ausstatten: Statt im Restaurant feiern Sie günstiger in einem großen Raum Ihres Unternehmens und vergeben den Service an ein Catering-Unternehmen. Eine andere Möglichkeit wäre, die Mitarbeiter einen geringen Kostenbeitrag zahlen zu lassen.

Geschenkwerte verringern

Ob Jubiläum, Geburtstag oder Eintritt in das Unternehmen - verzichten Sie nicht auf die Geste, Ihre Mitarbeiter zu besonderen Gelegenheiten zu beschenken. Verringern Sie jedoch den Wert der Geschenke. Statt eines aufwändigen Blumengebindes macht auch ein einfacher Blumenstrauß Freude. Statt einer teuren Uhr können Sie auch eine moderne, kostengünstigere Swatch-Uhr verschenken.

Nur noch Grundreinigung

Prüfen Sie, ob Reinigungskräfte nicht Arbeiten übernehmen, die auch Mitarbeiter selbst machen können, zum Beispiel Geschirr spülen oder den Papiermüll wegbringen. Setzen Sie auch hier ein wirksames Kostensparsignal und verringern Sie die Frequenz der Reinigung, vor allem für Räume, die nicht ständig benutzt werden.

Begründen Sie Ihre Maßnahmen

Es ist wichtig, dass Sie diese Maßnahmen zum Beispiel mittels Rundschreiben, Anschlag am Schwarzen Brett oder einer kleinen Ansprache vor Ihren Mitarbeitern klar begründen, damit die Kostenspar-Signale auch richtig verstanden werden. Stellen Sie dabei heraus, wo Sie nicht sparen (zum Beispiel Weihnachtsgeld oder soziale Maßnahmen).

Gehen Sie mit eigenem Beispiel voran

Nehmen Sie die Geschäftsleitung von Kostensparmaßnahmen nicht aus. Auch dort gibt es sicherlich Bereiche, in denen sich leicht Kosten einsparen lassen. Ganz besonders wirksam ist es, wenn die Dienstwagenflotte verkleinert oder auf eine Modellklasse tiefer gewechselt wird. Auch bei der Büroausstattung und Neuanschaffungen lässt sich mancher Euro sparen. Bedenken Sie insbesondere: Auf die Signalwirkung und die generelle Botschaft kommt es an.

Vermeiden Sie falsche Signale

Achten Sie außerdem darauf, dass nicht gleichzeitig Maßnahmen durchgeführt werden, die gegenteilige Signale setzen. So wird niemand verstehen, wenn neue Flachbildschirme bewilligt werden oder sich die Geschäftsleitung besonders teure Neuwagen anschafft, wenn gleichzeitig kein Geld mehr für Getränke da ist. Das frustriert Ihre Mitarbeiter nachhaltig und macht Ihre Sparpolitik unglaubwürdig.

So argumentieren Sie richtig

  1. Arbeiten Sie in den Formulierungen genau heraus, wer in welchem Ausmaß betroffen ist und wer nicht.
  2. Legen Sie die Gründe für Ihre Maßnahmen so offen, dass Sie nachvollziehbar sind.
  3. Muss an anderer Stelle Geld ausgegeben werden, erklären Sie, warum man dafür Geld hat und für die gestrichenen oder gekürzten Maßnahmen nicht.
  4. Unterstreichen Sie, dass Sie in sozial sensiblen oder zukunftsträchtigen Bereichen nicht gespart haben.
  5. Geben Sie einen Ausblick, bei welchen Indikatoren man wieder Geld für die Mitarbeiter ausgeben kann.

Dazu im Management-Handbuch

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