EinzelgängerUnternehmenskommunikation und Marketing finden noch nicht zusammen

Deutschen Unternehmen fällt es schwer, mit einer Stimme zu sprechen. Nur in jeder vierten Firma koordiniert eine zentrale Abteilung sämtliche Kommunikationsaktivitäten. Doch diese Vielstimmigkeit nutzt dem Geschäft nicht: Fast drei Viertel der Verantwortlichen schätzen, dass eine abteilungsübergreifende Abstimmung öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen den wirtschaftlichen Erfolg steigert. Eine bessere Verzahnung von Unternehmens-, Finanzkommunikation und Marketing steht daher bei Firmenlenkern hoch im Kurs.

Das ist das Ergebnis der Studie "Ganzheitliche Wirtschaftskommunikation" der Kuhn, Kammann & Kuhn AG, die anlässlich der Verleihung des diesjährigen Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation durchgeführt wurde.

Fast zwei Drittel der befragten Fach- und Führungskräfte sind davon überzeugt, dass die eigene Unternehmenskommunikation von den Methoden und Erfahrungen in Werbung und Marketing profitieren kann. Insbesondere Geschäftsführer sind dieser Ansicht (70 Prozent). Carsten Rossi, Sprecher des Vorstandes von der Agentur Kuhn, Kammann & Kuhn AG fordert:

"Es wird Zeit, dass die verschiedenen Kommunikationsorgane in den Unternehmen häufiger den Blick über den Nachbarzaun riskieren. Erst wenn ich weiß, woran meine Kollegen in den anderen Abteilungen arbeiten, kann effektive Wirtschaftskommunikation entstehen."

Doch der Weg zu einer ganzheitlichen Wirtschaftskommunikation ist noch lang. Fast die Hälfte der Befragten kann nicht sicher sagen, ob es im eigenen Unternehmen eine Abteilung gibt, in der alle Kommunikationsfäden zusammenlaufen. Unabhängig davon wird ein gegenseitiges Lernen der Abteilungen von den Befragten mehrheitlich begrüßt. So bezeichnen mehr als 60 Prozent das Kampagnendenken in Marketing und Werbung als vorbildhaft für die Unternehmenskommunikation. Rossi stellt fest:

"Methoden und Erfahrungen aus anderen Unternehmensbereichen für die Unternehmenskommunikation einzusetzen, dient in hohem Maße der Dialogqualität, sowohl nach Außen als auch nach Innen. So können beispielsweise neueste Erkenntnisse aus Reputationsanalysen oder Zielgruppenbefragungen in die Kommunikationsstrategie integriert werden. Unternehmen, die eine zielorientierte, wirksame und innovative Kommunikation verfolgen, sind erfolgreicher als andere. Dies wird sich bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation (DPWK) erneut bestätigen. Alle Preisträger der letzten Jahre haben eine ganzheitliche Kommunikationsstruktur aufgebaut und sind dadurch überdurchschnittlich erfolgreich."

Nach Meinung von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien hat sich der DPWK inzwischen zu der renommiertesten Auszeichnung in der Kommunikations- und Medienbranche entwickelt.

Zur Studie

Für die Studie "Ganzheitliche Wirtschaftskommunikation" wurden im März 2008 von Kuhn, Kammann & Kuhn in Zusammenarbeit mit horizont.net 316 Geschäftsführer und Fachkräfte aus Marketing/Kommunikation sowie Vertrieb/Verkauf befragt.

[po; Quelle: Kammann & Kuhn AG; Bild: Fotolia.com]

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