ExpatriatesDie teuersten Städte für ins Ausland entsandte Mitarbeiter

Tokio ist in diesem Jahr weltweit die teuerste Stadt für ins Ausland entsandte Mitarbeiter (Expatriates), gefolgt von Osaka und Vorjahresspitzenreiter Moskau. In Deutschland sind die Lebenshaltungskosten in München am höchsten. Im europäischen Vergleich folgen auf Moskau die beiden schweizer Städte Genf auf Rang vier und Zürich auf Rang sechs. Am niedrigsten sind die Lebenshaltungskosten in Johannesburg.

Zu diesem Ergebnis kommt die alljährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführte weltweite Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebenshaltungskosten in 143 Großstädten. Mit München, Frankfurt und Berlin (Plätze 47 bis 49) liegen in diesem Jahr nur drei deutsche Städte unter den ersten 50 gelisteten Großstädten. Alle drei Städte sind im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 8 Plätze abgestiegen. Düsseldorf belegt in diesem Jahr Rang 54 und Hamburg Rang 56. Leipzig findet sich auf Platz 101.

Im europäischen Vergleich führt Moskau vor Genf, Zürich, Kopenhagen und Mailand das Ranking der teuersten Städte an. Am niedrigsten sind die Lebenshaltungskosten in Warschau (im weltweiten Vergleich auf Rang 113), das im Vergleich zum Vorjahr 78 Plätze verloren hat. Mercer-Expertin Petra Lück sagt:

"Die Rangliste wurde in diesem Jahr aufgrund der starken Währungsschwankungen weltweit stark durcheinander gewirbelt. Viele Währungen, darunter der Euro und das Britische Pfund, sind im Gegensatz zum starken US Dollar deutlich eingebrochen. Daher sind die meisten europäischen und auch die deutschen Städte in der Rangliste nach unten gerutscht. London und Oslo zum Beispiel waren beide im letzten Jahr noch in den Top Ten. Sie liegen nun 10 bzw. 13 Plätze weiter hinten."

Im Rahmen der Studie werden die Preise für über 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter zum Beispiel Miete, öffentliche Verkehrsmittel sowie Haushaltswaren, Lebensmittel, Kleidung und Freizeitangebote, miteinander verglichen. Petra Lück weiter:

"Wir wählen dabei die Produkte und Angebote internationaler Markenunternehmen aus und schauen uns die Preise in den Geschäften an, die stark von Expatriates frequentiert werden."

Die Ergebnisse der Studie werden von multinationalen Unternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt als Grundlage für die Festlegung der Vergütungszulagen zum Ausgleich der Lebenshaltungskosten für ihre Expatriates herangezogen.

Tipp

Mehr als 250.000 internationale Mitglieder (in über 250 Städten) tauschen sich bei InterNations über das alltägliche Leben in ihren jeweiligen Gastländern aus:

http://www.internations.org

Quelle: Mercer

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