Führungskräfte der ZukunftSozialkompetenz wird immer wichtiger

Künftig werden Unternehmen auf die Sozial- und Führungskompetenz ihrer Manager mehr Wert legen als auf deren fachliches Know-how. Gründe dafür: Die Arbeitsverhältnisse werden unverbindlicher, Projektstrukturen nehmen zu und die Mitarbeiter arbeiten zunehmend eigenverantwortlicher.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Unternehmensbefragung der Dr. Stoebe, Kern und Partner HR Managementberatung AG. SKP-Vorstand Uwe Kern sagt:

"Im Widerspruch dazu steht jedoch, dass Unternehmen ihren Führungskräften bislang nur selten individuelle Trainings- und Entwicklungsmaßnahmen - wie etwa Coaching - anbieten. Hier wird es in den kommenden Jahren einen großen Nachholbedarf geben."

Für Führungskräfte des neuen Typs dürften die Karrierechancen außerhalb der eigenen Branche in den nächsten Jahren erheblich steigen.

Die neuen Anforderungen an Führungskräfte sind eine Folge der sich wandelnden Arbeitsbeziehungen: Wettbewerbsdruck, Fusionen und Restrukturierungen verändern die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit in den Unternehmen. Die drei wesentlichen Trends in diesem Zusammenhang:

  • Die Arbeitsverhältnisse werden unverbindlicher,
  • Projektstrukturen nehmen zu und
  • die Mitarbeiter arbeiten eigenverantwortlicher.

Dass Arbeitsverhältnisse künftig unverbindlicher werden, zeigt sich unter anderem in der Zunahme befristeter Arbeitsverträge und im Trend zur erfolgsabhängigen Bezahlung. Für die Führungskräfte heißt das: Sie werden künftig mehr als heute in der Lage sein müssen, ziel- und leistungsorientiert zu führen.

Dabei wird gleichzeitig ihre Bedeutung als Integrationsfigur zunehmen. Kern erläutert:

"Verliert das Unternehmen seine Kraft zur Identitätsstiftung, so steigen die Anforderungen an die Führungskräfte, denn sie müssen umso mehr in der Lage sein, Begeisterung und Identifikation zu schaffen."

Damit Unternehmen schnell und flexibel auf sich verändernde Wettbewerbsbedingungen reagieren können, werden sie künftig nicht nur auf flache Hierarchien setzen, sondern auch verstärkt mit Projektteams arbeiten.

In der Führung dieser zunehmend heterogenen und teilweise sogar virtuellen Teams liegt eine der größten Herausforderungen für die Führungskräfte der Zukunft. Um sehr unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Spezialkenntnissen und kulturellen Hintergründen zu leistungsfähigen Teams zu formen und zu bestmöglichen Resultaten zu führen, wünschen sich Unternehmen von ihren Führungskräften der Zukunft hohe Teambuilder- und Leadership-Kompetenz.

Die Mitarbeiter der Zukunft arbeiten eigenverantwortlicher. Sie werden an ihren Arbeitsergebnissen gemessen und dementsprechend entlohnt. Im Gegenzug werden ihnen die Unternehmen mehr Entscheidungsfreiheit und größere Handlungsspielräume zugestehen.

Das hat Folgen für die Führungskräfte: Sie benötigen mehr als bisher kommunikative Kompetenz und die Fähigkeit zu delegieren. Darüber hinaus müssen sie in der Lage sein, Potenziale ihrer Mitarbeiter zu erkennen, effektiv einzusetzen und zielgerichtet zu fördern. Das erfordert nicht nur gute kommunikative, sondern auch psychologische Kenntnisse und organisatorische Fähigkeiten.

Hier gelangen Sie zur kompletten Studie:

SKP - Studie "Führungskräfte der Zukunft"

[po; Quelle und Grafik: SKP AG; Bild: Fotolia.com]

Dazu im Management-Handbuch

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