GehaltszuwächseUnternehmensberater gehören zu den Gewinnern der Inflation

Um Ausgleich zu schaffen, steigen mit der Inflation auch die Gehälter. Die Gehaltszuwächse in den einzelnen Berufsgrupppen sind jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt. Notare und Unternehmensberater gehören zu den Gewinnern und Mediziner zu den Verlierern der Inflation.

Das Wettrennen gegen die Inflation haben die Notare, Unternehmensberater und Wirtschaftsjuristen gewonnen. Dies geht aus einer Analyse der Gewinner und Verlierer des Internet-Portals jobturbo.de hervor. Ihr Zehnjahresplus liegt sogar zwischen 45 und 50 Prozent.

Aber auch Volontäre in den Medien und Elektrotechnische Assistenten haben deutlich über 30 Prozent zugelegt. Gefolgt mit einem Plus von 20 Prozent von weiteren Akademikern und Handwerkern: Chemikanten, Piloten, Informatiker und Buchhalter, aber auch Herrenschneider, Klavier- und Geigenbauer. Doch während Letztere trotz der überdurchschnittlichen Einkommenssteigerung nun auf Monatsgehälter von gut 2.000 Euro kommen, liegt allein der durchschnittliche Verdienstzuwachs der Notare und Consultants bei 3.500 beziehungsweise 2.200 Euro.

Zu den Verlierern hingegen zählen Mediziner und Agraringenieure. Die Arbeit eines Mediziners hat in den letzten zehn Jahren ein Drittel an Wert verloren. Ähnlich schlecht stehen im inflationsbereinigten Zehn-Jahres-Vergleich nur noch die Agraringenieure da.

Der größte Verlierer der Gehaltsentwicklung in den letzten zehn Jahren ist der Allgemeinmediziner. Mit knapp 7.000 Euro im Monat liegt sein Gehalt heute über 30 Prozent unter seinem Verdienst von 1998. Nicht viel besser ergeht es Krankenhaus- und Lungenfachärzten. Ihnen fehlen etwa 20 Prozent an Kaufkraft. Wodurch sie zu den 25 Berufen gehören, die die größten Rückgänge bei den Einkommen hinnehmen mussten. Fast jeder zweite Gehaltsverlierer ist dem medizinischen Bereich zuzuordnen. So trifft es auch Pharmareferenten (minus 15 Prozent) und Heilerziehungspfleger (minus 9 Prozent). Zu den weiteren Berufen, deren Verdienst inflationsbereinigt um ein Zehntel oder mehr gesunken ist, gehören auch Restaurantfachleute, Verfahrenstechniker, Übersetzer und Raumausstatter.

Dirk Berweiler, Mitbegründer des Stellensuchmaschine jobturbo.de, erläutert:

"Jeder dritte Beruf musste reale Lohnverluste erleiden. Aber obwohl einige Berufe mit akademischem Abschluss bei den Einkommenszuwächsen besonders auffallen, haben die Ausbildungsberufe insgesamt nicht schlechter abgeschnitten. Vielmehr halten sich tendenziell die Entwicklungen für Berufe mit und ohne akademischen Abschluss sowohl bei den Lohnzuwächsen als auch hinsichtlich der Einkommensverluste ziemlich die Waage."

Zur Analyse

jobturbo.de hat für diese Analyse die Einkommen von 300 Ausbildungs- und akademischen Berufe in den letzten zehn Jahren untersucht und diese mit den Inflationsraten abgeglichen.

[po; Quelle und Grafiken: jobturbo.de; Bild: Fotolia.com]

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