Gesucht, gefundenOnline-Marketing für kleine Unternehmen

Gerade kleine Unternehmen müssen im Netz präsent sein, um von potenziellen Kunden gefunden zu werden. Hierfür braucht es eine passende Online-Marketing-Strategie.

Wie bei der Formulierung von Marketing- und Vertriebsstrategien tun sich viele kleine Unternehmen und auch Einzelunternehmer mit der Entwicklung einer geeigneten Online-Marketing-Strategie schwer. Sie stellen sich kaum die Frage, wie potenzielle Kunden bei Suchmaschinenabfragen auf das Unternehmen stoßen. Eine Webseite alleine oder das zusätzliche Schalten von Google-AdWords-Anzeigen reicht jedoch bei weitem nicht aus. Entscheidend ist vielmehr, mit den für das eigene Unternehmen relevanten Suchbegriffen in den Trefferlisten der Suchmaschinen möglichst weit vorne zu landen, damit potenzielle Kunden aufs Unternehmen überhaupt aufmerksam werden. Beim Aufbau einer Online-Marketing-Strategie sollten Unternehmen der oben genannten Kategorie deshalb wie folgt vorgehen:

1. Suchbegriffe auflisten

Erstellen Sie zunächst, ausgehend von Ihrem Geschäftsfeld, eine Liste der Begriffe, die potenzielle Kunden beim Suchen nach passenden Anbietern in Suchmaschinen eingeben könnten. Vergessen Sie dabei auch Varianten der Begriffe nicht. Beispiel:

  • Vertriebstraining
  • Vertriebsseminar
  • Vertriebsschulung
  • Verkaufstraining
  • Verkaufsseminar
  • Verkäuferschulung

2. Suchbegriffe analysieren

Analysieren Sie dann mit dem entsprechenden (kostenlosen) Google-AdWords-Tool, wie häufig die von ihnen aufgelisteten Begriffe als Suchbegriffe bei Google eingegeben werden. Überlegen Sie sich anschließend, welche der häufig verwendeten Begriffe von Ihren Zielkunden tatsächlich genutzt werden. Beispiele: In der Investitionsgüterindustrie sind eher die Begriffe „Vertriebstraining“ und „Vertriebsseminare“ gebräuchlich, während der Handel eher von „Verkaufstraining“ oder „Verkaufsschulung“ spricht. Geht es um eine Weiterbildung zum Coach, geben sie häufiger den Begriff „Coach-Ausbildung“ ein, selbst wenn die Ausbildung faktisch eine Weiterbildung ist.

3. Konkurrenz analysieren

Geben Sie die wirklich relevanten Begriffe selbst als Suchbegriffe in den Suchmaschinen ein. Überprüfen Sie, wie viele Mitbewerber bezogen auf diese Begriffe AdWords-Anzeigen geschaltet haben und welche Organisationen auf den ersten beiden Trefferseiten stehen. Tauchen dort etwa viele Großunternehmen (Beispielbegriff „Projektmanagement“) oder Verbände und Fachzeitschriften (Beispielbegriff „Coaching“), sollten Sie überlegen, ob Sie trotz Optimierung Ihrer Webseite überhaupt eine realistische Chance haben, in den Suchmaschinen weit vorne zu landen. Wenn nein, überlegen Sie sich, ob es nicht sinnvoller wäre, Ihre Webseite statt auf Einzelbegriffe auf Suchwortkombinationen oder auf konkretere Begriffe zu optimieren. Beispiele:

  • Coaching Rhein-Main
  • Personalmanagement Mittelstand
  • Change- oder Vertriebscoaching

4. Suchbegriffe definieren und kategorisieren

Entscheiden Sie danach, auf welche Suchbegriffe hin Sie Ihre Webseite optimieren. Mehr als ein halbes Dutzend Begriffe sollten dies aber nicht sein. Unterscheiden Sie bei den Suchbegriffen zwischen den Top-Begriffen beziehungsweise Suchwortkombinationen, bei denen Ihre Webseite auf alle Fälle vorne landen muss, und denen, bei denen Sie auch mit einem mittelprächtigen Ergebnis leben können. Überlegen Sie bei den eher weniger umkämpften Suchbegriffen, inwieweit Sie bei ihnen auch mit Pressemitteilungen in den Trefferlisten kostenloser PR-Portale oder mit Fachbeiträgen auf entsprechenden Online-Portalen gute Ergebnisse erzielen können.

5. Webseite optimieren

Optimieren Sie den (Quell-)Text Ihrer Webseite auf die von Ihnen gewählten Suchbegriffe. Achten Sie dabei unter anderem darauf, dass die fürs Optimieren der Webseite verwendeten Begriffe auch mehrfach auf der Seite steht – möglichst als Überschrift gekennzeichnet.

6. Eventuell AdWords-Anzeigen schalten

Schalten Sie, sofern Ihr Budget dies zulässt, für die weniger umkämpften und damit günstigeren Begriffe AdWords-Anzeigen. Achten Sie dabei auf eine hinreichende Konkretisierung der Begriffe (Beispiele: Vertriebssteuerung, Vertriebsmanagement), damit die Streuverluste gering sind. Schalten Sie zudem, wenn es schnell gehen muss, nach dem ersten Optimieren Ihrer Webseite eventuell zeitlich begrenzt AdWords-Anzeigen für die Begriffe, auf die Sie Ihre Webseite optimiert haben. Denn es dauert einige Zeit, bis die optimierte Seite im Google-Ranking nach oben klettert.

7. Linkaufbau auf die Webseite forcieren

Ein zentraler Einflussfaktor beim Ranking Ihrer Webseite von Google ist die Menge der Verweise (Links) dorthin. Schließen Sie deshalb mit befreundeten Kollegen, Kunden oder Lieferanten sogenannte Linkpartnerschaften ab, das heißt verweisen sie wechselseitig auf ihre Seiten. Tragen Sie zusätzlich Ihre Kontaktdaten nebst Webadresse in kostenlose Online-Branchenverzeichnisse ein und platzieren Sie regelmäßig Pressemitteilungen über Ihre Produkte und Leistungen in den oben erwähnten PR-Portalen.

8. Mit Online-PR für Umwege sorgen

Schreiben Sie zu Ihren Kernthemen beziehungsweise Kernbegriffen auch regelmäßig Fachartikel, unter denen Ihre Kontaktdaten stehen, und bieten Sie diese passenden Online-Portalen an. Veröffentlichungen dort beziehungsweise angezeigte Links werden von Google höher bewertet als Veröffentlichungen auf kostenlosen PR-Portalen. Über die von Beiträgen generierten Links können Ihre Zielkunden über Umwege auf Ihre Webseite stoßen.

9. Webpräsenz regelmäßig checken

Die Google-Rankings verändern sich ständig – unter anderem, weil Google regelmäßig seine Kriterien ändert. Hinzu kommt: Auch Ihre Mitbewerber sind aktiv. Betreiben Sie deshalb mit einem Google-Analyse-Programm ein Monitoring, wie sich Ihre Webseite bezogen auf die von Ihnen definierten Suchbegriffe entwickelt. Aus den Ergebnissen können Sie ableiten, hinsichtlich welcher Begriffe Sie Ihre Webseite weiter optimieren und für welche Sie eventuell unterstützend AdWords-Anzeigen schalten sollten.

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