Open-Space-BüroGroßraumbüro richtig planen und Produktivität steigern

Wie gelingt produktives und motiviertes Arbeiten in einem Großraumbüro? Das Konzept des Open-Space-Büros bietet dafür eine gestalterische Option. Hier finden Sie Tipps, Anregungen und Beispiele in Form von Bildern.
Von Timo Brehme

Wie sollten Kollaborationsflächen im Großraumbüro gestaltet sein?

Zunächst einmal müssen solche Flächen im Großraumbüro in ausreichendem Maß vorhanden sein. Sie müssen die Arbeitsprozesse optimieren, Gruppenarbeit ermöglichen und flexibel sein, um Teams unterschiedlicher Größen unterzubringen.

Die Möblierung und die Hilfsmittel müssen dabei die Teamarbeit unterstützen und können nicht wie starre Besprechungsräume gestaltet sein.

© Eva Jünger, conceptsued gmbh
Beispiel 1: Kollaborationsflächen im Großraumbüro
© Eva Jünger, conceptsued gmbh
Beispiel 2: Kollaborationsflächen im Großraumbüro

Welche Rolle spielen Rückzugsmöglichkeiten im Open-Space-Büro?

Mitarbeitende wollen sich an ihrem Arbeitsort wohlfühlen. Das aber schafft die Gestaltung des Büros nicht allein. Zunächst muss die Unternehmenskultur stimmen. Und an dieser richtet sich dann die Konzeption der Arbeitsplätze aus.

Idealerweise gehen Büroform und Bürokultur einher. Rückzugsorte müssen also kulturell vom Unternehmen gefördert und von den Kollegen akzeptiert werden. Diese dürfen den Rückzugsort nicht als Flucht vor der Arbeit sehen, sondern vielmehr als Bedarf nach Ruhe und konzentriertem Arbeiten.

© Sabrina Menke, conceptsued gmbh
Beispiel: Rückzugsmöglichkeiten im Open-Space-Büro

Wie verbessert man im Großraumbüro die Akustik?

Zur Verringerung der Nachhallzeit und Optimierung der Raumakustik können Elemente eingesetzt werden, die den Lärm abschirmen. Es ist ratsam, den Mitarbeitenden Headsets zur Verfügung zu stellen. Auch dabei spielt Bürokultur eine elementare Rolle. Es müssen Spielregeln festgelegt werden, wie die Angestellten im Großraumbüro arbeiten sollen.

Die Funktionalität der einzelnen Räume muss den Mitarbeitern bewusst sein und dementsprechend genutzt werden. Das heißt: keine Besprechungen am Arbeitsplatz, wenn auch ein Besprechungsraum vorhanden ist.

© Eva Jünger, conceptsued gmbh
Beispiel: Im Großraumbüro die Akustik verbessern

Wie sollten Verkehrswege im Großraumbüro beschaffen sein?

© Christian Krinninger, conceptsued gmbh
Beispiel: Raumhohe Regale trennen Arbeitsplätze vom Durchgangsbereich.

Am besten, man trennt Besucherströme komplett von den Arbeitsplatzbereichen. Dies gewährleistet ein eigener Empfangs- und Besprechungsbereich. Dieser kann und sollte mit einer Bar und Mitarbeiter-Lounge kombiniert werden.

Die Reduktion des Durchgangsverkehrs in Arbeitsplatzzonen – und zwar des internen und externen Durchgangsverkehrs – ist das A und O. Denn der externe Kundenverkehr stellt nicht nur einen akustischen Störfaktor dar. Auch die visuelle Wahrnehmung, beispielsweise von Besuchern und Kunden, lenkt die Mitarbeiter unnötig ab.

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