UnternehmensgründungInhalt eines Businessplans

Welche Inhalte gehören in einen Businessplan? Womit erklären und belegen Sie die Chancen Ihrer Geschäftsidee? Zielsetzung, Geschäftsidee und Zielgruppe sind nur einige der wichtigsten Kategorien. Welche Details beinhalten sie? Und welche Informationen braucht es noch?
Von Redaktion business-wissen.de

Inhalte für den Businessplan müssen Sie recherchieren, erarbeiten, strukturieren und aufschreiben. Gehen Sie beim Schreiben deduktiv vor. Sie entwickeln den Businessplan vom Groben zum Feinen, vom Allgemeinen zum Besonderen, von der Übersicht zum Detail. Was genau in den Businessplan gehört, hängt von Ihren Zielen und von den Interessen der Zielgruppe ab, für die Sie den Businessplan schreiben.

Diese Inhalte gehören in den Businessplan

Verschaffen Sie sich zuerst Klarheit darüber, welche Informationen Sie mit Ihrem Businessplan liefern müssen. Erstellen Sie dazu eine Inhaltsübersicht.

Geschäftsidee und Ziele

Um selbst den Überblick zu behalten und mögliche Unterstützer zu überzeugen, machen Sie präzise Angaben zu folgenden Punkten:

  • Geschäftsidee, Vorhaben oder Projektvorschlag
  • wichtige Merkmale, Funktionen oder Besonderheiten
  • Zielsetzung des Businessplans und der Geschäftsidee
  • Ausgangssituation, an die Sie anknüpfen
  • strategische Ziele Ihrer Unternehmung

Definition der Zielgruppe für Ihre Geschäftsidee

Sie zeichnen ein klares Bild Ihrer Kunden von morgen. In den Businessplan gehören in diesem Zusammenhang:

  • die (potenziellen) Kunden oder Anwender
  • der Nutzen und Vorteil für diese Kunden oder Anwender

Informationen zum Geschäftsmodell

Es reicht nicht, das Geschäftsmodell nur grob zu kennen. Beantworten Sie stattdessen folgende Fragen:

  • Welche Leistungen bieten Sie für Ihre Zielgruppe?
  • Wie wollen Sie mit der Geschäftsidee Geld verdienen?
  • Mit wem stehen Sie im Wettbewerb?
  • Welche Alternativen zu Ihrem Vorhaben gibt es?
  • Welche Akteure, Rahmenbedingungen, Trends und möglichen Marktpotenziale gibt es?
  • Was macht Ihre Leistung und Ihr Angebot einzigartig? Ihre Unique Selling Proposition?
  • Welche Prozesse müssen Sie dazu beherrschen?
  • Welche Lieferanten oder Partner brauchen Sie dafür?
  • Wie hoch sind die Kosten?

Chancen und Risiken

Wer Chancen und Risiken richtig einschätzt, kann fundiert abwägen, was sich lohnt und was nicht. Daher gehören in den Businessplan die folgenden Punkte:

  • Ihre besonderen Leistungen und Stärken als Chance
  • Möglichkeiten für Wachstum

aber auch:

  • mögliche Einstiegshürden
  • Reaktionen von Wettbewerbern
  • technische Probleme

Beschreiben Sie vor diesem Hintergrund die zukünftige Geschäftsentwicklung in Form von Szenarien und Alternativen (Best Case, Worst Case). Erläutern Sie, wie Sie Risiken eingrenzen, welche Maßnahmen für Vermarktung und Vertrieb der Geschäftsidee deshalb wichtig sind.

Finanzplanung und Kennzahlen

Alle errechneten oder geschätzten Kennzahlen bilden zusammen die Basis für Ihre Argumentation und Planung. Grundlage dafür ist ein nachvollziehbarer Finanzplan. Zu den folgenden Aspekten benötigen Sie konkrete Zahlen:

  • Umsatz und laufende Kosten
  • notwendige Investitionen
  • Kennzahlen zur Wirtschaftlichkeit des Vorhabens: Gewinnerwartung, Cashflow und Amortisation
  • Finanzbedarf, notwendiges Kapital oder Budget
  • Annahmen, die der Finanzplanung zugrunde liegen

Ergänzende Informationen als Belege und Begründung für Ihre Geschäftsidee

Die einzelnen Inhaltspunkte müssen mit Informationen gefüllt werden, welche die Fragen des Lesers beantworten und Ihre Geschäftsidee nachvollziehbar machen. Einige Informationen müssen recherchiert oder erhoben werden. Das sind zum Beispiel:

  • Informationen aus Unternehmen über Abläufe, Personen, Kompetenzen, Finanzen
  • Informationen zum Markt: Produkte, Angebote, Wettbewerber, Kunden, Länder
  • technologische Entwicklungen, technische Beschreibungen
  • Gesetze, Regeln, Normen, Patente
  • zukünftige Entwicklungen, Trends

Solche Informationen finden Sie in Marktstudien. Im Businessplan werden alle Quellen genannt.

Ungenaue Zahlen gehören nicht in den Businessplan, sondern machen diesen unglaubwürdig. Dabei kommt es in den meisten Fällen gar nicht auf die Informationsmenge an. Inhalte sollten vielmehr schlüssig sein und nicht nur Chancen, sondern auch mögliche Risiken benennen.

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