JobeinstiegFallstricke für Frischlinge

Wer in einen neuen Job startet, hat erst einmal viel zu tun. Fallstricke lauern aber vor allem im zwischenmenschlichen Bereich.

Beim Einstieg in einen neuen Job will sich jeder von seiner besten Seite zeigen: motiviert, engagiert und mit vielen frischen Ideen. Schließlich geht es darum, gleich zu Beginn einen guten Eindruck zu machen und sich einzubringen. Dabei kann man allerdings leicht übers Ziel hinausschießen. Vor allem Besserwisserei und Überheblichkeit kommen nicht gut an. Die folgenden Fehler sollten Jobeinsteiger deshalb unbedingt vermeiden:

Assistenten missachten

Assistenten haben den Überblick über Termine, kennen fast jeden im Unternehmen und sind bestens über offizielle und inoffizielle Entscheidungswege informiert. Arroganz ihnen gegenüber kann sich schnell rächen. Nur weil jemand in einer höheren Position eingestellt wurde, sollte er Assistenten auf keinen Fall herablassend behandeln oder ignorieren. Ein paar freundliche Worte an der richtigen Stelle können es erheblich leichter machen, sich schnell im Unternehmen zurechtzufinden. 

Besserwisserei

Besserwisser mag niemand. Selbst wenn Neulinge Recht haben, sollten sie sich anfangs mit allzu forschen Vorschlägen zurückhalten, um altgediente Mitarbeiter und Vorgesetzte nicht vor den Kopf zu stoßen. Stattdessen sollte man Fachwissen sympathisch an den Mann bringen. 

Dresscodes missachten

Mit einer Einstellung nach dem Motto „Ich lasse mich nicht verbiegen, ich bin wie ich bin!“ können sich Jobanfänger schnell Vieles verbauen. Das gilt vor allem für die Kleidung. Jede Branche hat einen Dresscode. Weicht jemand zu stark davon ab, signalisiert er, dass er nicht dazugehören will. 

Vorschnelles Duzen

„Hey Chef, meinst du nicht ...?“ Mit voreiligem Duzen können sich neue Mitarbeiter schnell ins Abseits schießen. Auch wenn Neulinge aus einem jugendlichen Unternehmen kommen, sollten sie die Umgangsformen nicht in die neue Firma importieren. Das Angebot zu duzen kommt immer von denen, die schon länger in der Firma arbeiten. 

Netzwerke und Strukturen ignorieren

Nicht immer entscheidet im Alltagsgeschäft derjenige, der auf dem Papier ganz oben steht. Wer als Jobanfänger nicht auf bestehende Entscheidungswege achtet, dem kann es passieren, dass seine Ideen und Vorschläge nicht ankommen. Oft gibt es eine graue Eminenz in Unternehmen. Vor allem in Meetings lässt sich schnell erkennen, wer welche Entscheidungen trifft. 

Sonderwünsche stellen

Wenn im Vertrag zum Beispiel ein Firmenwagen vereinbart ist, sollten neue Mitarbeiter nicht von Anfang an auf ein Luxusmodell bestehen. Wenn man den Wagen vom Vorgänger bekommt, der schon einige Kilometer auf dem Tacho hat und nach Rauch riecht, sollten Jobneulinge das erst einmal akzeptieren. Sonderwünsche muss man sich erst erarbeiten.    

Sich zu schnell verausgaben

Neue Mitarbeiter werden vor allem von Kollegen gerne mit Arbeit überhäuft. Der neue Job soll normalerweise aber nicht nur ein paar Wochen oder Monate dauern. Einsteiger sollten deshalb ihre Kräfte einteilen und im Zweifelsfall auch einmal höflich nein sagen.

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