JobwechselAus dem alten Job verabschieden

Wenn Sie einen neuen Job gefunden haben, sollten Sie beim alten Arbeitgeber nicht nachtreten – auch wenn Ihr Chef ein Kotzbrocken und Ihre Kollegen Fieslinge sind.

In vielen Branchen sind gute Fachkräfte gesucht. Für manche ist das ein Anlass, den Arbeitgeber zu wechseln und sich neuen Aufgaben zu stellen. Denn ein solcher Wechsel bringt frischen Wind ins eigene Leben, motiviert und verbessert die allgemeine Befindlichkeit. Manchmal wird man so auch einen nervigen Vorgesetzten oder eine unsympathische Kollegin los.

Was immer der Grund für Ihren Jobwechsel war – verlassen Sie das Unternehmen professionell und mit Stil. E-Mails, mit denen Sie nochmal so richtig Dampf abgelassen und der Chefin oder dem Chef und den Kollegen die Meinung geigen, werfen ein schlechtes Licht auf Sie. Um nach dem Ausscheiden einen guten Eindruck zu hinterlassen und Beziehungen weiter zu pflegen (wer weiß, wofür man sie noch einmal braucht), achten Sie auf Folgendes:

  • Nennen Sie die Gründe für Ihren Jobwechsel.
  • Bleiben Sie in guter Erinnerung und erhalten Sie wichtige Kontakte aufrecht.
  • Helfen Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen beim Übergang.

Gründe für den Jobwechsel nennen

Oft wird man gefragt, warum man das Unternehmen denn verlasse. Machen Sie deutlich, dass es Ihre bewusste Entscheidung war. Begründen Sie diese Entscheidung nicht mit der Unzufriedenheit mit dem bisherigen Job (das klingt nach Jammern), sondern mit der Attraktivität des neuen. Sagen Sie, worauf Sie sich dort freuen.

Wenn Sie gekündigt oder zu einem Aufhebungsvertrag genötigt wurden, verheimlichen Sie das nicht (wird sich sowieso herumsprechen). Sagen Sie, dass Sie den Wechsel bedauern, dass Sie es aber als Chance für neue und vielleicht spannendere Aufgaben begreifen.

In guter Erinnerung bleiben und Kontakte aufrecht erhalten

Bleiben Sie korrekt und freundlich bis zur letzten Minute (und auch danach). Danken Sie auch einer schlechten Chefin oder einem schlechten Chef und miesen Kollegen für die Zeit im Unternehmen und für die Möglichkeit, viel gelernt zu haben.

Bieten Sie den netten Kollegen und den wichtigen Menschen in Ihrem bisherigen Unternehmen an, den Kontakt zu pflegen, zum Beispiel über soziale Netzwerke. Vielleicht können Sie diese später einmal beruflich oder privat gut gebrauchen.

Den Kollegen beim Übergang helfen

Wenn Sie das Unternehmen verlassen, bedeutet das oft, dass Ihre Chefin oder Ihr Chef und Ihre Kollegen mehr Arbeit haben. Sie springen für Sie ein, verteilen die Arbeit neu, arbeiten die nachfolgende Person ein und sorgen dafür, dass möglichst viel von Ihrem Wissen und Ihren Erfahrungen im Unternehmen bleiben. Helfen Sie ihnen dabei.

Erstellen Sie eine Übergabeliste „Was ihr wissen müsst, wenn ich weg bin!“ Und weisen Sie rechtzeitig die Kollegen in Ihre Arbeit und offene Projekte ein. Damit hinterlassen Sie einen professionellen Eindruck und schaffen sich Freunde.

Wenn Sie die Tipps beherzigen, können Sie sich jederzeit bei Ihrem früheren Arbeitgeber blicken lassen und sich selbst auch in die Augen schauen. Und sollten Sie am neuen Arbeitsplatz nach kurzer Zeit feststellen, dass es doch nicht der richtige ist, könnte sich ein Anruf bei der füheren Chefin oder beim früheren Chef lohnen mit der Frage: „Ist meine Stelle noch frei?“

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