KarriereIn fünf Schritten zum perfekten Networker

Heute ist Networking eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere. Doch wie damit beginnen? In fünf einfachen Schritten können Sie sich erfolgreich vernetzen.

Erstellen Sie eine Bestandsaufnahme

Wenn Sie konsequent Networking betreiben wollen, steht zu Anfang der Kassensturz: Über welche Empfehlungen verfügen Sie denn jetzt schon? Häufig werden Sie feststellen, dass sich die Kommunikationsdaten an den unterschiedlichsten Orten befinden, zum Beispiel in Aktenordnern, in Ihrem E-Mail-System, auf Ihrem Laptop oder auch in Ihrem alten Papierkalender. Deshalb gehört zum Kassensturz auch eine Grundsatzentscheidung, wo Sie denn ab sofort alle nützlichen Kontakte aufbewahren möchten.

Die meisten E-Mail-Systeme wie Outlook verfügen über komfortable Kontaktmanagement-Funktionen. Das ist meist deshalb effizient, weil viele Kontakte über E-Mail laufen und die Übertragung der Daten damit problemlos ist. Schaffen Sie sich auch einen Visitenkartenscanner an, denn wenn die Daten nicht eingelesen werden, verschwinden Sie meist in einer später unbekannten Ablage. Die Bestandsaufnahme sollte nicht mit Ihren eigenen Kontakten beendet sein, sondern fragen Sie sich auch, wen Ihre Kollegen, Geschäftspartner und Freunde alles kennen.

Aktualisieren Sie bestehende Kontakte  

Wenn Kontakte nicht ständig gepflegt werden, verlieren Sie an Qualität und sind schließlich unbrauchbar geworden. Denn was würden Sie von einem Bekannten halten, der sich nach vielen Jahren wieder meldet und um einen Gefallen bittet? Er wäre Ihnen natürlich lästig. Deshalb gehen Sie Ihre vorhandenen Kontakte durch und suchen die dringendsten Fälle, die Sie am schlimmsten vernachlässigt haben, heraus. Rufen Sie diese an, ohne eine bestimmte Absicht zu verfolgen. 10 Minuten Smalltalk genügen, um später bei Bedarf wieder legitim um einen Gefallen bitten zu können.

Die Netzwerkkarte erstellen

Im ersten Schritt hatten Sie festgestellt, über welche Kontakte Sie schon verfügen. Jetzt sollten Sie ermitteln, welche Kontakte Ihnen noch fehlen. Dazu schreiben Sie auf eine Liste alle Firmen, Personen und Institutionen, zu denen Sie gerne Kontakt hätten. Dann ordnen Sie die bereits bestehenden Kontaktdaten zu - und fertig ist die Netzwerkkarte. Sie zeigt Ihnen unmittelbar, welche Lücken noch vorhanden sind und geschlossen werden müssen. Dabei ist Kontakt natürlich nicht Kontakt: So macht es zum Beispiel bei Großunternehmen Sinn, die Zahl der Kontaktdaten zu maximieren, während bei einem Kleinunternehmen die Bekanntschaft zum Senior- und Juniorchef völlig ausreichend ist.

Schließen Sie die Lücken

Lücken zu schließen ist ein ständiger, nie endender Prozess. Erfolgreiche Networker versuchen ständig, die Netzwerkkarte zu perfektionieren: Neue Ansprechpartner werden gewissenhaft erfasst, veraltete Kontaktdaten erneuert und unbekannte Kontaktpartner recherchiert. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass Sie genau wissen, wo Sie noch Kontakte benötigen. Prüfen Sie ständig, wer mit wem bekannt ist, und bitten Sie, wenn jemand interessant erscheint, darum, vorgestellt zu werden. Häufig gibt es hier Hemmschwellen - zu Unrecht, denn die meisten Leute möchten andere Leute kennen lernen, es sei denn, man will ihnen auf plumpe Weise etwas verkaufen.

Nutzen Sie Ihr Netzwerk

So paradox es klingt: Sie nutzen Ihr Netzwerk am effizientesten, wenn Sie anderen Ihre Kontakte vorbehaltlos zur Verfügung stellen - vorausgesetzt, sie sind Mitglied Ihres Netzwerkes. Glauben Sie, dass ein Lieferant auch einem anderen Geschäftspartner nützlich sein könnte, stellen Sie den Kontakt her. Sucht ein Geschäftsfreund einen Sportverein, nehmen Sie ihn mit. Es gibt fast täglich Möglichkeiten, und oft ist es einfach nur eine weiter geleitete E-Mail und damit sehr wenig Mühe für Sie, aber viel Nutzwert für andere. Mit der Zeit verschaffen Sie sich den Ruf als Mensch mit vielen guten Kontakten, mit dem man gerne kommuniziert und bei dem man sich mit Vergnügen revanchiert.

5 Tipps, wie Sie Ihr Netzwerk effizient nutzen

  1. Melden Sie sich regelmäßig zu jedem beliebigen Anlass – es muss nicht immer der Geburtstag sein, ein einfaches „Hallo, wie geht`s?“ genügt auch, um Interesse zu zeigen und sich in Erinnerung zu rufen. 
  2. Halten Sie Anrufe und E-Mails gerne kurz – auch kurze Botschaften bringen Sie wieder ins Gedächtnis Ihrer Kontaktpartner.
  3. Wechseln Sie die Medien und lassen sie neben E-Mails auch gerne mal Ihre Stimme am Telefon hören.
  4. Eine Bitte um Empfehlung sollten Sie nur gegenüber „warmen“ Kontakten äußern, sonst wird sie als aufdringlich empfunden.
  5. Wenn Sie eigene Kontakte empfehlen, sagen Sie dies auch Ihren Kontaktpartnern. Damit wissen diese, dass Sie sich bemühen – und werden auch ihrerseits Empfehlungen aussprechen. 

Dazu im Management-Handbuch

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